Windows-Chef Sinofsky geht Der Fensterbauer verlässt Microsoft

Nur wenige Wochen nach dem Start von Windows 8 geht der Mann, der seit drei Jahren Microsofts wichtigste Software verantwortet: Steve Sinofsky wird ab sofort durch die Software-Entwicklerin Julie Larson-Green ersetzt. Medien berichten von Differenzen zwischen dem Windows-Chef und Konzernchef Steve Ballmer.

Windows 8 wird sein Vermächtnis: Nur wenige Wochen nach dem Start des neuen Betriebssystems Windows 8 verlässt der zuständige Manager Steven Sinofsky den Software-Konzern.

Der 47-jährige Sinofsky (Biographie hier) galt als Chefarchitekt der neuen Version von Microsofts wichtigstem Produkt. Die Windows-Sparte leitete er seit drei Jahren, an der Weiterentwicklung des Internet Explorers war er beteiligt. Zuvor war er für die Office-Programme des Unternehmens verantwortlich.

Der studierte Informatiker arbeitete seit 1989 für das Unternehmen und war einer der wichtigsten Köpfe nach Firmengründer Bill Gates und Steve Ballmer, der seit dem Jahr 2000 den Konzern leitet.

Probleme mit anderen Managern

Nachfolgerin an der Spitze des Windows-Teams wird Julie Larson-Green, teilt Microsoft mit. (hier eine ältere Biographie) Die Software-Entwicklerin war unter anderem für das neue Design des Windows-Betriebssystems mit den großen Kacheln auf der Oberfläche verantwortlich.

Einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge hatte Sinofsky Probleme mit anderen Managern, auch mit Ballmer. Der wolle die nächste Version mit einem erneuerten Team angehen, hieß es. Zudem wird die Verantwortlichkeit aufgeteilt: Finanz- und Marketingchefin Tami Reller kümmert sich künftig auch um die geschäftliche Seite von Windows, Larson-Green wird für Software und Hardware zuständig sein.

Windows 8 soll für Microsoft zu einem großen Neuanfang werden. Die Software läuft in ähnlicher Form auf klassischen PCs, Tablets und als Windows Phone 8 auf Smartphones. Damit will Microsoft gegen die niedrigen Marktanteile seiner Betriebssysteme bei mobilen Geräten ankämpfen.