Die VW-Aktie reißt die Marke von 1000 Euro - und beschert dem Konzern damit einen Wert von knapp 300 Milliarden Euro. Börsianer sind empört - und die Finanzaufsicht schaltet sich ein.
Verkehrte Welt: Die Börsen fahren Achterbahn, doch die Volkswagen-Aktie kennt seit Tagen nur eine Richtung - aufwärts.
Die VW-Aktie zieht seit Tagen kräftig an - am Dienstag nahm sie die 1000-Euro-Hürde. (© Foto: AP)
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Am Dienstag nahm das Papier von Europas größtem Autohersteller die psychologisch wichtige Marke von 1000 Euro - und machte VW damit zeitweise zum teuersten Konzern der Welt. Am bisherigen Rekordhoch von 1005,01 Euro hatte VW eine Marktkapitalisierung von 296 Milliarden Euro erreicht und brachte damit mehr als die Hälfte der Kapitalisierung des gesamten Dax auf die Waage.
Der spektakuläre Höhenflug der VW-Aktie verhalf dem Dax zu einem Anstieg von 11,28 Prozent. Auch der US-Leitindex Dow Jones legte im späteren Handelsverlauf kräftig zu und schloss mit einem Plus von 10,88 Prozent bei 9065 Punkten.
Am Vormittag noch standen standen VW-Aktien noch mit 25 Prozent im Plus bei 650,09 Euro. Drei Viertel der Indexkomponenten hatten im Minus notiert.
Investoren müssen nachkaufen
Händlern zufolge gibt es enorme Verwerfungen wegen der Kursturbulenzen bei der VW-Aktie. Zeitweise hätten Investoren ganz offensichtlich ihre Bestände an anderen Dax-Werten ohne Rücksicht auf Verluste verkauft, nur um VW kaufen zu können, sagte ein Händler.
Auslöser für den rasanten Kursanstieg bei VW waren misslungene sogenannte Leerverkäufe - Spekulationen auf sinkende Kurse.
Inzwischen sind Händlern zufolge jedoch auch andere Investoren gezwungen, VW-Aktien zu kaufen - zum Beispiel alle Fonds, die ihre Performance am Dax messen.
Ein Börsianer sagte: "Ganz massiv zeigt sich das in den europäischen Sektorindizes, auf die ebenfalls den Index abbildende Fonds gehandelt werden."
Im Dow Jones Stoxx 600 Automobiles & Parts ist das Gewicht der VW-Aktie bei einem Kurs von 885 Euro auf rund 73,5 Prozent angeschwollen. Manfred Jaisfeld, Analyst bei der National Bank, erklärte: "Die Marktkapitalisierung bestimmt das Gewicht der Aktien in den Indizes - wegen der Kursexplosion der VW-Papiere in den vergangenen Handelsstunden ist die Gewichtung derart stark gestiegen."
"Unverantwortliches Verhalten"
Spekulanten waren am Wochenende von der massiven Aufstockung des von Porsche kontrollierten VW-Anteils überrascht worden. Sie hatten geliehene Aktien verkauft, und wollten sie vor der Rückgabe an den Leihgeber zu niedrigeren Kursen wieder zurückkaufen.
Lesen Sie weiter, was die Deutsche Börse zum VW-Kursfeuerwerk sagt.
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Wusste ich gar nicht, danke für den Hinweis.
0,1% Börsenumsatzsteuer klingt doch sehr fair. Für einen normalen Investor ist das eine Bagatelle, aber wer heute 10mal mal am Tag VW verkauft und zurückkauft hätte, könnte schon bei jeweils 100 Aktien das gute Gefühl haben, den Staat mit 7500 Euro zu unterstützen.
Alles Gute
Kai Hamann
"Gratuliere, jetzt verkaufen und in ein paar Wochen, ...
wenn der Kurs auf Normalwerte unter 200,- gefallen ist, wieder kaufen."
Was meinen Sie, was am Freitag los sein wird? 11:00 Uhr gucke ich nach. Um 13:00 Uhr ist wohl der Verfalltermin. Vielleicht gucke ich den alten Kursen von heute träumerisch nach. Aber evtl, steigt der Kurs in den letzten Minuten auf über 5.000. Mal schauen. Wenn alle verrückt spielen, muß man selbst nicht unbedingt auch zucken. Ich liebe es zu pokern.
Nee, VW kaufe ich anschließend nicht. Ich gehe in Immobilienfonds.
1997 - Wegfall der Vermögenssteuer
2002 - Unternehmenssteuerreform (seitdem explodieren die Gewinne)
2004 - kräftige Reduzierung des Spitzensteuersatzes
2009 - Wegfall der Erbschafts- und Schenkungssteuer (FDP-Forderung bei den Koalitionsverhandlungen)
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Als Gegenleistung erhält das Volk: Solidaritätszuschlag, kalte Steuerprogression, Mehrwertsteuererhöhung, Bankensoli
Danke ihr Fürsten
So wie beim VW Kurs funktioniert das auch in anderen Bereichen des freien Marktes, zB. bei den Lebenmittelpreisen: übersteigt die Nachfrage das Angebot auch nur geringfügig, explodieren die Preise auf den Terminmärkten, in deren Folge die Zahl der Nachfrager auf biologische Weise dezimiert wird und sich das Gleichgewicht des Marktes wieder einstellt -wie von unsichtbarer Hand.
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