Die Düsseldorfer WestLB hat erstmals Zahlen zu den missglückten Spekulationen im eigenen Haus genannt. Und die sind noch weit schlechter als befürchtet. Zusätzlich muss die Bank noch Millionen für die Immobilienkrise in den USA zurückstellen.
Die Fehlspekulationen haben die WestLB im ersten Halbjahr in die roten Zahlen rutschen lassen. Durch die missglückten Geschäfte unter anderem mit VW-Aktien verlor die Düsseldorfer Landesbank allein im Eigenhandel 604 Millionen Euro - nochmals mehr als die zuvor in der Branche erwarteten 500 Millionen Euro. Im Mai hatte die Bank den Schaden zunächst auf 243 Millionen Euro beziffert.
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(© Foto: ddp)
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Deshalb wies das Institut am Donnerstag für die ersten sechs Monate 38 Millionen Euro Verlust vor Steuern aus, ein Jahr zuvor hatte noch ein Plus von 239 Millionen Euro zu Buche gestanden.
"Die Verluste aus dem Eigenhandel prägen das Ergebnis und haben die Bank auf ihrem geschäftlichen ansonsten erfolgreichen Weg zurückgeworfen", sagte der neue Vorstandschef Alexander Stuhlmann am Donnerstag in Düsseldorf.
Vor Steuer für das Gesamtjahr schwarze Zahlen erwartet
Im operativen Geschäft machte die drittgrößte deutsche Landesbank aber teils deutliche Fortschritte. Stuhlmann zeigte sich daher zuversichtlich, im Gesamtjahr vor Steuern wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Händler der WestLB hatten sich mit Aktiengeschäften verspekuliert. Der ehemalige WestLB-Chef Thomas Fischer und ein weiterer Vorstand mussten deshalb gehen.
Inzwischen ermittelt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gegen sieben amtierende und ehemalige Vorstände des Instituts - darunter Fischer. Zins- und Provisionsüberschuss als größte Ertragsbringer der WestLB legten im ersten Halbjahr zu.
Der Zinsertrag stieg um 2,6 Prozent auf 501 Millionen Euro. An Provisionen nahm die Bank mit 231 Millionen Euro sogar 44 Prozent mehr ein. Gewinne außerhalb des Handels auf eigene Rechnung sorgten dafür, dass das Minus im Handelssegment auf 309 Millionen Euro begrenzt wurde. Zugleich profitierte die WestLB von deutlich gesunkenen Personal- und Verwaltungskosten.
Für das Gesamtjahr prognostiziert Finanzvorstand Hans-Jürgen Niehaus ein positives Vorsteuerergebnis. Dies setze aber voraus, dass sich die Krise an den US-Hypothekenmärkten nicht drastisch verschärfe.
Aus heutiger Sicht erwarte die Bank keine größeren Ausfälle aus ihrem US-Engagement, sagte er. Im ersten Halbjahr hat die WestLB für die daraus erwarteten Risiken eine Vorsorge von 50 Millionen Euro gebildet. Das Institut ist mit 1,25 Milliarden Euro im US-Markt für zweitklassige Hypothekenkredite investiert.
Stuhlmann machte deutlich, dass er die WestLB als aktiven Mitspieler im Fusionsprozess unter den Landesbanken sehe. Er unterstütze die Bemühungen der Eigentümer, "rasch eine langfristig tragfähige, gute Lösung zu finden", erklärte der seit Ende Juli amtierende WestLB-Chef.
Das Land Nordrhein-Westfalen will sich von seinem 38-prozentigen Anteil an der WestLB trennen. Die Sparkassen als größter Eigner treten für ein Zusammengehen mit der Stuttgarter LBBW ein. Die Landesregierung stemmt sich dagegen und prüft andere Optionen.
Der Finanzausschuss des NRW-Landtags beschäftigt sich am Donnerstag mit der Entwicklung bei der WestLB.
(sueddeutsche.de/Reuters)
Machtkampf in der Linken
die landesbanken gehen aus den girozentralen der sparkassen hervor und hatten die abwicklung des zahlungsverkehrs inne. zudem kommen, bedingt duch die gewährträgerhaftung, all die billigen kassenkredite und kommunalkredite f. städte u. gemeinden zum großen teil aus dieser hand, im gegenzug ziehen dann abgewrackte politiker und gescheiterte kandidaten in die vorstände und verwaltungsräte ein, ohne das geringste wissen aber mit viel geld ausgestattet. diese kuh kann seit einstellung der gewährträgerhaftung (städte, länder, gemeinden) nicht mehr so leicht gemolken werden, also werden riskantere geschäfte eingegangen. der eigentliche zweck, die gelder im geschäftsgebiet an wirtschaft und kommunen für sinnvolle i n v e s t i t i o n e n zur verfügung zu stellen wird ad absurdum geführt. das ist der eigentlche knackpunkt, der den sachsen und nrwfalen schlicht abrbeitsplätze kosten wird.
wd
Vielleicht mögen sie die Stringenz ihres Arguments noch einmal überprüfen: Die Banken, die in Deutschland zur Zeit Schlagzeilen machen sind eben keine Privatbanken, sondern Staatsbanken. Daher habe ich Zweifel, ob eine Verstaatlichung wirklich die Probleme lösen würde.
Hier zeigt sich wieder mal, dass niemand schlechter wirtschaftet als die öffentliche Hand. Es hat in der DDR nicht funktioniert und dort einem ganzen Volk die Verarmung gebracht. Es funktioniert heute nicht und wird nie funktionieren. Unser Glück, ist, dass die Wirtschaft bei uns nur zu einem Bruchteil von Beamten und Politikern kontrolliert wird. Noch... Aber die Lafontaines dieser Welt werden keine Ruhe lassen und versuchen ihren Einfluss zu vergrößern.
Man fragt sich, ob ein Lafontaine für das Gemeinwesen so viel schädlicher wäre als diese unsere Finanzkamarilla.
Hochbezahlte Nieten ruinieren was ihnen in die Finger kommt das hat System das hoch abgefunden wird . Diese Nieten werden als Leistungsträger von Politik und Medien gelobt um auf diese Weise dem redlichen Bürger seine Leistungen zu diskreditieren . Das hat System und funktioniert ! Wie lange wollen wir diesem Schwachsinn noch auf den Leim gehen ?
Paging