Der Europäische Metallgewerkschaftsbund gibt sich kampfeslustig: Gemeinsam wollen Europas Metaller Nokia in die Knie zwingen.
Der Europäische Metallgewerkschaftsbund (EMB) hat europaweite Aktionen gegen Nokia wegen der geplanten Werksschließung in Bochum angekündigt.
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An diesem Mittwoch würden in Brüssel alle Gewerkschaften zusammenkommen, die Mitglieder in Nokia-Betrieben in Europa haben, um über ein gemeinsames Vorgehen zu beraten, sagte EMB-Generalsekretär Peter Scherrer am Dienstag im Deutschlandradio. Europaweite Streiks seien zwar schwer zu organisieren, aber es werde über punktuelle Streiks gesprochen.
"Ich habe da durchaus Hoffnung"
Erreicht werden solle, dass Nokia die Schließung des Bochumer Werkes aussetzt und intensiv über Alternativen nachgedacht wird. "Das hätte bei einer guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung schon viel früher kommen müssen", sagte Scherrer.
Was eine Rücknahme der Schließung des Bochumer Nokia-Werkes angehe, sagte der EMB-Generalsekretär: "Ich habe da durchaus Hoffnung." Das Unternehmen Nokia habe in dieser Affäre schon reichlich Gesichtsverlust erlitten. "Da kommt es darauf auch nicht mehr an", sagte Scherrer. Er zeigte sich erstaunt, dass die Unternehmensführung über die "Wucht der Reaktionen" überrascht sei.
Sie hätten aus der Schließung des AEG-Elektrolux-Werkes in Nürnberg vor zwei Jahren und anderen Fällen ihre Lehren ziehen können.
(sueddeutsche.de/dpa/hgn/woja)
Gysi gegen Lafontaine
Diskutieren Sie doch einmal live in Bochum, wird für Sie sicher eine einschneidende Erfahrung.
Oder Sie verlieren mit 50 Ihren Job weil genau Sie zu teuer waren und Ihr Nachbar Ihren Job für einen Bruchteil dessen erledigt wie Sie es können, weil Sie Familie haben.
Mal sehen ob Sie dann auch noch so tolle Reden schwingen. Natürlich kann man alles global und betriebswirtschaftlich erklären, aber man sollte den Mensch dahinter nicht vergessen.
Was weiss ich, was die wollten. Gesagt haben sie nur, dass sie Bochum zumachen wollen. Warum haben sie auch nicht vernünftig erklärt. Ob sie die Bedingungen für die Subeventionsabzocke ordentlich eingehalten ist auch noch unklar. Klar ist nur, dass die Heftigkeit der Reaktion des Absatzmarktes in D das Management überrascht. Die Eigentümer werden dafür bluten müssen. Nach dem Novemberhoch von 42,22 $ die Aktie und dem winzigen Zwischenhoch vorige Tage beid er Ergebnisverkündung liegen sie jetzt wieder bei 34,58 $. Gegenüber November liegen die Eigentümer trotz höherer Dividende im tiefroten Bereich. Das werden die Eigentümer sich nicht lange gefallen lassen, so wie es sich die Konsumenten in D nicht gefallen lassen, wie dieses Management sich gebärdet. Die werden wohl schleunigst ausgewechselt werden müssen. Das wird ein trauriges 2008 für die. Oder die reüssieren belndend mit reissendem Absatz in Trassylvanien, falls Dracula und seine Meute auf Mobilfunk umstellt :-)
"Man trifft kaum noch auf der Welt so ein Volk, welches die Realitäten und Fakten so vehement ausblendet wie die Deutschen, Selektive Wahrnehmung nenn ich sowas,
Unmündig, Unwissend, von der Propagandamaschinerie von unfähigen Politikern"
Je nun. Das sind die Voraussetzungen um Exportweltmeister zu werden. Man kann natürlich auch mit Berücksichtigung aller Fakten und sogenannter Realitäten, mündig und wissend, informiert durch die Wahrheitsmaschine der tollen Politiker durchs Leben stapfen. Wie die Rumänen. Aber dann hat man nichts im Topf. Oder wie die Amis, mit miesem militaristischem Image, einem zerschossenen Haushalt, zusammenbrechenden Banken und einem verrottendem Dollar.
Da bin ich lieber blöd, Exportweltmeister und diskutier mit der Opec, ob wir das Öl nicht lieber in Euro handeln, damit die sich für Dubai mehr bei uns kaufen können. Wohlstand korrumpiert, aber die arme DDR war nicht wirklich sexy, obwohl natürlich umfassend intelligent. :-))
"Man könnte aus dem Ruhrgebiet eine Art Silicon Valley machen ..."
Solch ein Unsinn. Da hat einer nicht kapiert, was das Silicon Valley ist und
warum es da ist wo es ist.
Ich glaube das Nokia bei der Standortverlagerung nicht nur Kosten im Blick hatte. Man schielt auch auf die Märkte die in Osteuropa entstehen könnten. Das Werk in Bochum ist auch mit Blick auf Märkte entstanden.
Allerdings hat man sich das bei Nokia die Realität wohl vollkommen anders vorgestellt. Den Markt Deutschland wollte man nicht verlieren.
Ich finde es gut das die Leute wieder lernen für ihre Dinge zu kämpfen. Damit hatte man bei Nokia nicht gerechnet.
1.) Seit wann ist ein Hüttenwerk eine Zeche?
2.) Habe ich nicht behauptet, daß dadurch alle Arbeitsplätze erhalten wurden, nur festgestellt, daß dort ein für das Management ziemlich ungemütlicher Typus Arbeitnehmer sitzt, weil man solidarisch ist.
In welcher Form das nun bei der Wiederbeschäftigung geholfen hat ist schwer zu beurteilen. In Rheinhausen war es damals ziemlich egal ob der Ruf des Stahlwerkes ruiniert war, weil es um Investitionsgüter ging. Bei Nokia geht es um Konsumgüter, hier ist das Image weit wichtiger.
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