Google will das Handy erobern, um dort Werbung zu schalten. Muss sich Microsoft in Acht nehmen?
Kommt nach dem iPhone das gPhone? Gut ein Jahr ist es her, dass es in der Gerüchteküche um ein erstes Handy vom Computerhersteller Apple namens iPhone zu brodeln begann. In diesem Herbst nun wird über ein Mobiltelefon des Suchmaschinenbetreibers Google spekuliert.
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Doch damit enden schon die Parallelen: Laut informierten Kreisen bringt Google nämlich kein eigenes Gerät wie Apple, sondern eine Software - und das noch in diesem Jahr. Auf diese Weise greift Google das Softwarehaus Microsoft an und will künftig verstärkt auf Handys Anzeigen schalten.
Google dominiert den Markt für Internetwerbung. Das Unternehmen wird wohl mehr als 16 Milliarden Dollar in diesem Jahr mit Reklame im Netz erlösen, mehr als jeder andere - doch kaum etwas kommt durch Anzeigen auf mobilen Geräten. Dabei liegen die Werbeumsätze auf dem Handy 2007 schon bei 2,8 Milliarden Dollar, so die Marktforscher von Emarketer. In vier Jahren sollen sich die Erlöse mehr als verfünffachen.
Leicht zu bedienen, günstig in der Anschaffung
Google kooperiert bereits mit Handyherstellern und Mobilfunkgesellschaften, damit diese etwa die Google-Suche auf Geräten vorinstallieren. Dass das Unternehmen auf dem Handy eine stärkere Position beziehen will, zeigt der jüngste Kauf: Für einen nicht genannten Preis übernimmt Google das erst ein Jahr alte Startup Jaiku.
Mit der Software der Finnen für Mobiltelefone lassen sich Textmitteilungen senden, die dann auf einer Webseite veröffentlicht werden. So können Jaiku-Nutzer die Welt auf dem Laufenden halten - über ihren Aufenthaltsort genauso wie über ihren Gemütszustand. Was Google mit der Handysoftware vorhat, verrät das Unternehmen nicht.
Branchenkenner sind sicher, dass Google an einem Betriebssystem für Handys arbeitet, das zusätzliche Software beinhaltet, etwa die von Jaiku, oder auch einen Browser zum Surfen im Internet unterwegs. Douglas Anmuth, Google-Analyst bei Lehmann Brothers, schreibt in seiner jüngsten Studie, ein Mobiltelefon mit Google-Software werde leicht zu bedienen und günstig sein - und ebenso viel Erfolg haben wie das iPhone von Apple. Die Erwartungen sind dementsprechend hoch: Das Google-Papier erreichte am Dienstag den bisherigen Höchststand.
Eine Google-Software für Mobiltelefone richtet sich in erster Linie gegen das Softwarehaus Microsoft mit seiner mobilen Version des Betriebssystems Windows und gegen das Internetportal Yahoo, das schon mobile Werbung schaltet. Aber auch Mobilfunkbetreiber müssen sich in Acht nehmen: Wenn Google die Bastion Handy stürmt, verkommt der Hoffnungsträger Werbung für T-Mobile, Vodafone & Co zum Randgeschäft.
- Microsoft In aller Stille gegen Google 24.09.2007
(SZ vom 11.10.2007)
Mubarak-Prozess in Ägypten
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... und vielleicht noch in in die Rubrik 'Dinge, die ich unbedingt tun sollte':
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