Im Schnitt legen Amerikaner 50.000 Dollar in Pensionsfonds an.
Wenn die Amerikaner für das Alter vorsorgen möchten, setzen sie auf Pensionsfonds: Gemessen am Volumen des angelegten Geldes liegen die USA um Längen vor den Deutschen.
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Im Durchschnitt hat ein Amerikaner derzeit gut 50000 Dollar in einen Pensionsfonds eingezahlt, deutlich mehr als vor 15 Jahren, als pro Kopf nur 12200 Dollar gemessen wurden.
Die hohen Durchschnittswerte und der relativ geringe Deckungsgrad machen jedoch deutlich, wie ungleich die Beträge verteilt sind: Das auf Privatrenten spezialisierte Employee Benefit Research Institute (EBRI) hat herausgefunden, dass 55 Prozent aller 401 (k) Rentenpläne - eine der beliebtesten Alterssparformen - mehr als 10000 Dollar umfasst.
Mehr als 50.000 Dollar weist jedoch nur noch knapp jeder vierte dieser Rentenpläne auf. Insbesondere Niedrigverdiener sind dabei benachteiligt. Untersuchungen haben ergeben, dass Beschäftigte mit einem Jahresbruttoeinkommen von weniger als 20000 Dollar nur in einem von fünf Fällen einen Pensionsfonds haben.
Die so genannten 401 (k) Rentenpläne, benannt nach einem Paragrafen im Steuergesetzbuch, sind mit Abstand die beliebtesten. Sie versprechen hohe Renditen und lassen sich in der Regel Arbeitsplatzwechsel mitnehmen. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzeit, die abgewartet werden muss, bis ein Leistungsanspruch entsteht, beträgt maximal ein Jahr.
Die Rentenbeiträge sind steuerfrei und die Arbeitnehmer können sie steuermindernd vom Einkommen oder der Gewinnausschüttung abzweigen. Der Beschäftigte muss Steuern erst zahlen, wenn er die Rente in Anspruch nimmt.bei Zahlung der Leistung, also bei Inanspruchnahme der Rente fällig.
Unternehmern und Beschäftigten ist es freigestellt, wer die Beiträge für die 401 (k) Pläne übernimmt. Den weitaus größeren Teil, etwa zwei Drittel, tragen jedoch in der Regel die Arbeitnehmer selbst.
Nach Untersuchungen des Profit Sharing Council of America zweigen Arbeitnehmer durchschnittlich sieben Prozent ihres Bruttoeinkommens ab, während die Unternehmen nur etwa 3,3 Prozent der Bruttoeinkommen beisteuern.
In den vergangenen Jahren sind Menge und Umfang der 401 (k) Pläne vor allem deshalb angestiegen, weil viele Beschäftigte überhaupt erst ihre Möglichkeiten erkannt und sie auch ergriffen haben.Ende 1999 haben 80 Prozent der laut Gesetz förderungsfähigen Beschäftigten einen 401 (k) Plan besessen, 1983 wagten es nur 38 Prozent.
Trotzdem ist es noch lange nicht die Mehrheit der Amerikaner, die ihre Rente durch einen Pensionsfonds gesichert hat. Vor allem die Arbeitslosen bleiben fast durchgängig außen vor. Und obwohl die Arbeitslosenquote in der Nähe historischer Tiefstände verharrt, macht das immerhin viereinhalb Prozent der arbeitswilligen Bevölkerung aus.
Aber auch die arbeitende Bevölkerung ist bei weitem nicht lückenlos abgedeckt, nicht einmal die Hälfte hat nach den jüngsten Zahlen aus 1999 einen Pensionsfonds für die Rente angelegt.
Das General Accounting Office des US-Kongresses kommt gerade einmal auf einen Anteil von 47 Prozent der amerikanischen Beschäftigten, die neben dem staatlichen System in einen privaten Pensionsplan eingezahlt haben.
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