Was kommt Die Zeitumstellung

Abschied vom Bargeld? Die Schweden verzichten immer mehr auf das Bezahlen mit Münzen und Scheinen.

(Foto: dpa)

Manche Menschen haben, genetisch bedingt, Schwierigkeiten mit dieser Regelung, haben Experten festgestellt. Weshalb bleibt das Ärgernis trotzdem?

Von Marc Beise

Die Zeitumstellung: Mit der haben wir in diesem Jahr ziemlich Glück, denn sie findet am langen Osterwochenende statt, weshalb die gewisse Stunde in der Nacht von Samstag auf Sonntag, die einfach verpufft, nicht zu sehr ins Gewicht fallen wird.

Allerdings wissen Experten, dass manche Menschen, genetisch bedingt, über Wochen Schwierigkeiten mit dieser Umstellung haben. Weshalb das Ärgernis trotz Ostern ein Ärgernis bleibt. Die zwei Mal im Jahr stattfindende Verschiebung der Uhrzeit, vor genau 100 Jahren kriegsproduktionsbedingt eingeführt im Deutschen Reich sowie in Österreich-Ungarn und dann verschiedentlich abgeschafft und wieder eingeführt, hat heute keine wirklich gute Begründung, wird aber von den Menschen wie ein Naturereignis hingenommen - merkwürdig! Die richtige Zeit ist ja die Winterzeit, nach der die Menschen jahrhundertelang gelebt haben. Und die geht, um auf den Kern des Themas zurückzukommen, an diesem Sonntag wieder einmal zu Ende.

Von der Uhr zum Geld: Stefan Ingves lebt in einem Land, in dem die Menschen kaum noch bar bezahlen. Der schwedische Notenbankchef sagt im Interview, dass vor allem die jungen Skandinavier ihre Rechnungen lieber

per Handy begleichen. Die deutsche Debatte, Bargeld unter der Matratze zu bunkern, gebe es in Schweden nicht. Dabei hat die älteste Zentralbank der Welt bereits 2009 den Negativzins eingeführt.

Deutschland wird digital - aber sind die Unternehmen wirklich bereit für die radikalen Veränderungen, die das mit sich bringt? Oder werden am Ende doch die smarten Typen aus dem Silicon Valley triumphieren? Beispielhaft betrachten wir dazu am Mittwoch den deutschen Software-Konzern SAP und seinen US-Konkurrenten Salesforce.

Was macht eigentlich René Benko? Der österreichische Immobilienunternehmer, dem der Warenhauskonzern Karstadt gehört, zu seinem Leidwesen aber nicht Konkurrent Kaufhof (da verlor er den Bieterkampf gegen den kanadischen Konzern Hudson's Bay), spaltet mal wieder Belegschaft wie Bevölkerung mit einem Megakaufhaus-Konzept, diesmal in Bozen. Die Volksbefragung dazu läuft vom 29. März bis 4. April, die SZ wird berichten.

Was noch? Vor 125 Jahren, am 2. April 1891, wurde in Brühl am Rhein der surrealistische Maler, Grafiker und Bildhauer Max Ernst geboren (er starb vor fast genau 40 Jahren, am 1. April 1976 in Paris). Neben vielen anderen bedeutenden Werken schuf er zwei von geradezu visionärer Bedeutung: "Europa nach dem Regen I" von 1933, dem Jahr der Machtergreifung durch die Nazis, zeigt die Landkarte Europas ohne Staatsgrenzen. Der Kontinent ist stark verändert, der italienische Stiefel ist ebenso verschwunden wie Teile von Frankreich und Spanien; das Mittelmeer hat keine Verbindung mehr zum Atlantik. "Europa nach dem Regen II" aus dem Jahr 1942 wurde im US-Exil fertiggestellt, das Bild zeigt eine zerstörte Landschaft mit erstarrten Menschen - eine apokalyptische Anmutung. Es lohnt sich, die Bilder zu googeln, wenn mal wieder Europa zerredet wird. So weit sind wir noch nicht, auch nicht im übertragenen Sinne, und so wird es hoffentlich auch nie werden.