Zwei Tage vor dem geplanten Streik kommt Bewegung in den Tarifkonflikt bei der Post: Beide Seiten wollen verhandeln - doch die Urabstimmung läuft weiter.

Zwei Tage vor dem geplanten Streik kehren die Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi an den Verhandlungstisch zurück. Die bislang gescheiterten Verhandlungen würden an diesem Mittwoch wieder aufgenommen, erklärten beide Tarifparteien am Dienstag.

Zurück am Verhandlungstisch: Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Deutsche Post. (© Foto: AP)

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Sie zeigten sich zuversichtlich, den von ver.di für den 2. Mai angekündigten unbefristeten Streik bei der Post noch abwenden zu können. Die Gewerkschaft habe in den letzten Tagen "Gesprächsbereitschaft" signalisiert, teilte die Post mit.

Die Verständigung auf eine Fortsetzung der Verhandlungen erfolgte noch während der Urabstimmung unter den rund 100.000 ver.di- Tarifbeschäftigten für den Streik bei der Post.

"Die Urabstimmung läuft super, die Botschaft der Beschäftigten kommt beim Vorstand an", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis. "Eine Lösung auf Basis der 38,5-Stunden-Woche scheint denkbar."

Die Urabstimmung für einen unbefristeten Streik im Tarifstreit endet in der Nacht zum Mittwoch. Das Ergebnis soll dann am Mittwoch bekanntgegeben werden.

Verdi fordert für die Tarifkräfte die Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen bis 30. Juni 2011 und zehn Arbeitszeitverkürzungstage, um die "arbeitsplatzvernichtende Wirkung" einer Wochenarbeitszeiterhöhung von 38,5 auf 41 Stunden bei den 55.000 Beamten zu kompensieren.

Außerdem fordert Verdi sieben Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Post bot bisher eine entsprechende Verlängerung des Kündigungsschutzes sowie die Steigerung der Löhne in den kommenden zwei Jahren um rund 5,5 Prozent an. Im Gegenzug sollten Arbeitszeiten verlängert werden.

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(sueddeutsche.de/dpa/jkr)