Kay und Shipman stützen sich dabei auf Universitätsstudien. So habe beispielsweise die Pepperdine University im kalifornischen Malibu in einem 19-Jahres-Vergleich herausgefunden, dass Unternehmen mit mehr weiblichen Führungskräften die Konkurrenz in Umsatz und Gewinn "zwischen 41 und 116 Prozent" übertrafen. Andere Studien besagen, dass Unternehmen, die Frauen gehören, im Vergleich zum Durchschnitt mit dem doppelten Tempo wachsen.
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Damit das Frauen-Wirtschaftswunder auch im großen Stil möglich wird, müsste laut Kay und Shipman allerdings eine Grundregel der Arbeitswelt geändert werden: Das Alles-oder-nichts-Prinzip, bei der eine Karriere nur möglich ist, wenn der Mitarbeiter alle privaten Bedürfnisse dem Job unterordnet. "Wir wollen arbeiten, aber nach unseren eigenen Bedingungen und in einer Weise, dass noch ein eigenes Leben möglich ist", so ihre Forderung.
Schwer enttäuscht von Banken
Wenngleich sich Frauen als Mitarbeiterinnen vielerorts schwertun, diese Forderungen durchzusetzen, als Konsumentinnen können sie es und tun es immer bestimmter. Doch auch hier werden sie von der Männerwelt noch viel zu häufig falsch verstanden und "unzureichend bedient", wie die BCG-Berater Silverstein und Sayre konstatieren. Da werden technische Geräte wie oben beschrieben mit Schminkspiegeln versehen oder in eine pinke Vollverkleidung gesteckt, dazu ein paar dümmliche Beauty-, Mode- oder Kochtipps. Solche billigen Marketingaktionen, die nur simple Klischees bedienen, sind der Studie zufolge hoch gefährlich für die Marke. Sie werde als "zynisch und oberflächlich" gebrandmarkt und von den Einkäuferinnen künftig gemieden. Schwer enttäuscht seien Frauen insbesondere von Banken, Versicherungen, Autoherstellern und der Elektronikindustrie.
Eine der wichtigsten Erfolgsfaktoren auf dem potentiell riesigen Frauen-Wachstumsmarkt ist Silverstein und Sayre zufolge die Zeit. Insbesondere bei regelmäßigen Einkäufen muss die Warenwelt nicht pink, nach Rosen duftend und verspiegelt sein, sondern vor allem effizient funktionieren. Einige Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt, allen voran der schwedische Möbelriese Ikea. Er bietet nicht nur eine großzügig ausgestattete Kinderbetreuung und schenkt Müttern Babynahrung im Restaurant. Den Kundinnen werden auch Abkürzungen durch den Einkaufsparcours verraten. Wie richtig dieses Bemühen ist, zeigt ein andere Zahl der BCG-Studie: 94 Prozent der Kaufentscheidungen bei Möbeln werden von Frauen getroffen.
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(sueddeutsche.de/mel)
Gysi gegen Lafontaine
Man kann es fast schon als mathematisches Gesetz formulieren, das Frauen die Perspektive der Weltwirtschaft sichern können. Hierzu müsste man die Frauen-Erwerbsquote einfach nur auf Männerniveau hieven. Das entstehende Einkommen/ die entstehenden Ideen würden Wachstum für Jahrzehnte sichern.
Mit Herdprämie und Ehegattensplitting dürfte dies aber schwieriger sein............
Wie im Artikel erwaehnt, schmeissen Frauen neben ihrem Beruf (aus unerfindlichen Gruenden) immer noch groesstenteils alleine (fast) den ganzen Haushalt. Oftmals existiert keine Kinderbetreuung oder sie ist zu teuer. Ich denke das sind die Hauptgruende, warum Frauen noch nicht gleichberechtigt sind. Solange die Gesellschaft nicht umdenkt und auch Vaeter/Maenner in "Mutter/Frauen-Rollen" akzeptiert, wird sich da wohl auch so schnell nix aendern. Dies zementiert die ungleiche Ausgangssituation fuer Frauen in Ausbildung und Beruf, weshalb Quoten solange noetig sind, bis dies endlich, endlich nicht mehr der Fall ist.
zur Zeit ist wohl wieder Frauenlobwelttag bei der SZ....
Gähn na ja dann kann ich ja wider beruhigt meine lieben Kolleginnen beim zicken und streiten zuschauen.
Aber wahrscheinlich verbessern sie nur die Welt und ich dummer Mann bekomme es wieder nicht mit!
"Zu dumm, dass sie von männlichen Managern konsequent ignoriert werden."
Das wäre es, wenn es wirklich den Tatsachen entspräche... Frauen setzen andere Prioritäten und verhandeln anders, das stimmt. Ich arbeite am liebsten mit gemischten Teams, schon allein wegen der Atmosphäre.
Notorische Querulanten, egal welchen Geschlechts, werden bei mir hingegen nicht alt.
Daß Frauen als Konsumentinnen verleichsweise schnell aufholen, ist doch klar, wenn sie bislang weniger Geld zur Verfügung hatten. Das kann man mit der Entwicklung der Frauenbestzeiten, -weiten etc. im Sport vergleichen: es gibt eben bestimmte Grenzen, die nur noch schwer übertroffen werden können; männliche Sportler haben diese häuig schon erreicht, weil sie aus gesellschaftlich-kulturellen Gründen schon länger Leistungssport treiben dürften. Ergo ist deren Rekordentwicklung langsamer geworden (zumindest ungedopt).
Die Statistiken über Firmen mit weiblichen Führungskräften, die angeblich so phänomenal mehr Gewinn und Umsatz erwirtschaften, zweifle ich an - da möchte ich erstmal einen internen Branchenvergleich sehen. In manchen Branchen ist das auch so, daß hohe Wachstumsraten passé sind, in manchen eben noch nicht (z.B. Werbung), evtl. tummeln sich Frauen eben hier eher als anderswo (z.B. IT). Mit Statistiken kann man alles und auch dessen Gegenteil beweisen, das ist ja bekannt.
Quoten sind völlig sinnlos, wenn sie potentiell fähigere Mitarbeiter ausschließen. Ich rede nicht nur von Frauen-, sondern auch von Regional-, Minderheiten- oder irgendwelchen anderen Quoten. Zur "affirmative action"-Quote in den USA z.B. gibt es längst vernichtende Studien und auch Stimmen von erfolgreichen Schwarzen, die für deren Abschaffung plädieren.
Seltsam, daß in Deutschland niemand eine Quote für Über-50jährige fordert, die seit langem reihenweise aus den Unternehmen fliegen, weil sie zu anpassungsunwillig seien. Damit wird enormes Fachwissen verschenkt. Aber Achtung: Bei unserer demographischen Entwicklung sind sie bald eine riesige Wählermacht!
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