Die Republik boomt, aber nicht überall gleich: Ein Vergleich der Wachstumsraten der einzelnen Bundesländer zeigt: Es geht uns wieder gut - fast.
Sachsen ist deutscher Meister im Wirtschaftswachstum. Nach Angaben des Statistischen Landesamt Baden-Württemberg vom Dienstag, stieg das Bruttoinlandsprodukts (BIP) in dem Freistaat im vergangenen Jahr um 4 Prozent. Auf Platz zwei folgte Baden-Württemberg mit 3,5 Prozent. Die beiden Länder übertrafen damit sogar die Wachstumsrate der USA von 3,3 Prozent.
Die Frauenkirche in Dresden. (© Foto: dpa)
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Hamburg belegte mit 2,9 Prozent Rang drei im deutschlandweiten Vergleich, Schlusslicht ist das Saarland mit 1,4 Prozent. Die insgesamt stärkste Wirtschaftsleistung wiesen Nordrhein-Westfalen und Bayern auf.
Überdurchschnittliche Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt erreichten auch Sachsen-Anhalt mit plus 2,8 Prozent und Thüringen mit plus 2,6 Prozent.
Deutlich schwächer als der Durchschnitt entwickelten sich dagegen Berlin, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wachstum von jeweils 1,5 Prozent.
Unter 2 Prozent lag mit 1,9 Prozent auch Brandenburg. Bayern entsprach mit 2,5 Prozent genau dem Durchschnitt, danach folgten Niedersachsen und Rheinland-Pfalz mit je 2,3 Prozent. In Bremen und Nordrhein-Westfalen wuchs die Wirtschaft im vergangenen Jahr um je 2,2 Prozent und in Hessen um 2,1 Prozent.
Mehr als die Hälfte des deutschen BIP
Das höchste Bruttoinlandsprodukt wies das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 501 Milliarden Euro auf. Bayern folgte auf Rang zwei mit 408 Milliarden Euro, Baden-Württemberg belegte Rang drei mit 337 Milliarden Euro.
Zusammen erwirtschafteten diese drei Länder 2006 mehr als die Hälfte des gesamtdeutschen Bruttoinlandsprodukts.
Zum Teil deutlich auch über dem EU-Durchschnitt lagen die Wachstumsraten von Sachsen, Baden-Württemberg, Hamburg und Sachsen-Anhalt. Die ehemals 12 Länder der Eurozone kamen 2006 auf plus 2,7 Prozent und die EU 25 insgesamt auf einen preisbereinigten Zuwachs von 2,8 Prozent, wie das Landesamt berichtete.
Den Angaben der Statistiker zufolge erzielte Sachsen auch bei der Arbeitsproduktivität Platz eins. Sie stieg in Sachsen um 3,3 Prozent. In Baden-Württemberg betrug das Plus 2,8 Prozent.
Demgegenüber stieg die Arbeitsproduktivität im Bundesdurchschnitt lediglich um plus 1,8 Prozent beim BIP je Erwerbstätigen beziehungsweise um plus 1,9 Prozent je Erwerbstätigenstunde.
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(AP)
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Dass diese Phrase bei der miesen Stimmung etwas hohl klingen mag, nimmt nicht wunder, denn der Einzelne scheint nicht viel davon zu merken. Die Steuern steigen an, und die Löhne für die Arbeitenden übersteigen nur wenig die Sozialleistungen für Nichtarbeitende. Mit niedrigen Löhnen und hohen Preisen erzielt man bekanntlich die statistische Ziffer, die man als "Produktivität" bezeichnet (= das Gesamtprodukt dividiert durch die Zahl der Arbeitenden).
Kein Wunder, dass Otto Normalverbraucher noch nicht viel davon spürt.