Hartz, Gebauer, Volkert - die meisten Protagonisten der VW-Affäre sind inzwischen verurteilt. Auch für den letzten Beschuldigten wird es jetzt eng.
Klaus Volkert, der ehemalige Betriebsratschef von Volkswagen bekam zwei Jahre und neun Monate Haft. Der ehemalige Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer erhielt ein Jahr auf Bewährung. Und Peter Hartz, der ehemalige Personalvorstand, wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verdonnert. Alle Beschuldigten des VW-Skandals sind inzwischen verurteilt - alle, bis auf einen.
Helmuth Schuster (links), der ehemalige VW-Manager, in Begleitung seines Anwalts. (© Foto: ddp)
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Nun soll auch Helmuth Schuster, der ehemalige Top-Manager, zur Rechenschaft gezogen werden. Das Amtsgericht Wolfsburg erließ einen Strafbefehl über eine Bewährungsstrafe von einem Jahr gegen den Schuster. Außerdem soll der Manager 10.000 Euro zahlen, wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig mitteilte.
Schuster wird Untreue, Anstiftung zur Untreue, Beihilfe zum Betrug und Bestechlichkeit vorgeworfen. Er hat jedoch Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, erklärte die Behörde. Damit könnte es nun zu einer Hauptverhandlung kommen.
Im VW-Skandal geht es um Sexpartys auf Firmenkosten und finanzielle Selbstbedienung bei dem Konzern. Schuster war Personalvorstand von Skoda und fädelte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft einen Job für Gebauers Freundin ein, was die Firma 50.000 Euro kostete. Dafür verhängte das Gericht sechs Monate Haft. Zur Last wurde Schuster ferner gelegt, dass Gebauer mit Schusters Wissen Privatkosten über VW abgerechnet haben soll. Zudem soll Schuster 100.000 Euro Bestechungsgeld in Indien kassiert haben. Andere Vorwürfe ließ das Gericht fallen.
Im Video: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat auf einer Betriebsversammlung von Volkswagen das VW-Gesetz verteidigt.
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(sueddeutsche.de/apn/dpa/tob/hgn)
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Die Rechtsprechung in Deutschland wie immer ein Witz, was ist mit dem Artikel 3 aus dem Grundgesetz ???
Immer wieder der gleiche Zauber, schauen wir mal nach Amerika.
Wer Mist baut und es ist erwiesen vor Gericht egal ob Arm oder Reich, prominent oder nicht da wird nicht lange gefackelt.
Geschworene aus dem Volk, nur das ist der richtige Weg um Recht zu schaffen.
...wird es jetzt fuer Schuster. Ein Jahr auf Bewaehrung und 10,000 Teuro muss er auch zahlen. Sieht schlecht aus fuer ihn.
Weiter unten steht dann in dem Artikelchen dass er alleine in einem Fall in Indien 100,000 Euro Bestechungsgeld erhalten hat. Ich nehme also mal an er muss nicht an das Ersparte ran um die 10,000 Euro ans Gericht zu ueberweisen. DAS ist doch mal Schonvermoegen im Hartz'schen Sinn.
Volkert, Gebauer, Hartz und nun Schuster - was hier ablief war eine absolute Farce. Mit Ausnahme des Starfmasses fuer Volkert werden Verkehrssuender oft haerter rangenommen als diese traurigen Gestalten aus der betrieblichen Mitbestimmung.
Zensursula sucht doch einen neuen Namen.
Wie wäre es mit Schusterextra? Damit beruft man sich zusätzlich auf einen alten Handwerksberuf.
Im Übrigen halte ich es nach wie vor für einen Skandal, dass Hartz nicht in den Knast gehen musste.
Prima - von Gewinnabschöpfung hat bei der StA dort wohl noch niemand etwas vernommen.