Die VW-Papiere steigen rasant und stützen den gesamten Dax. Doch keiner weiß warum. Eine Theorie: Porsche hat in Katar neues Geld gefunden.
Spekulative Aktiengeschäfte haben den Aktienkurs von Volkswagen in die Höhe getrieben. Die VW-Aktien stiegen am Dienstag zeitweise um bis zu zwölf Prozent auf 257,20 Euro. Experten an der Börse vermuteten, einige Anleger hätten im Zusammenhang mit dem Hick-Hack um eine Fusion mit Porsche auf fallende VW-Kurse gesetzt, doch nun habe sich die Stimmung gedreht. Bei Porsche seien wieder Lösungen der Finanzierungsprobleme im Gespräch.
Der Kurs der VW-Aktie ist am Dienstag in die Höhe geschossen. Über die Gründe wird heftig spekuliert. (© Foto: dpa)
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Der Sportwagenhersteller ist bereits VW-Mehrheitsaktionär, hat seinen Übernahmeplan aber aus finanziellen Gründen zurückstellen müssen. "Die Erwartungshaltung war ja, dass die VW-Aktien unter Druck geraten, weil Porsche seine Optionen aus Geldmangel nicht ausüben kann", sagte der Händler. "Vielleicht hat Porsche jetzt jemanden gefunden, der hilft." Das Emirat Katar prüft derzeit einen Einstieg bei Porsche.
Alles Spekulation
Porsche-Aktien stiegen um sechs Prozent auf 47,65 Euro. "Es gibt aber keine harten Fakten. Es basiert alles auf Spekulationen", betonte ein Händler. Der Stimmungsumschwung erwischte Leerverkäufer kalt - also solche, die die verkauften VW-Aktien nur geliehen hatten. Sie mussten angesichts des steigenden Kurses zur Verlustbegrenzung die Aktien schleunigst erwerben.
Leerverkäufer versuchen, die geliehenen Aktien bei fallenden Kursen billiger zurückzukaufen und die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufkurs einzustreichen. Wegen des geringen Streubesitzes bei Volkswagen - Porsche hält rund 51 Prozent, das Land Niedersachsen 20 Prozent - hatten diese spekulativen Geschäfte bereits im Oktober für Kurskapriolen gesorgt: damals war die VW-Aktie nach der Machtübernahme durch Porsche wegen misslungener Leerverkäufe bis auf 1005 Euro hochgeschossen und hatte an der Börse Chaos ausgelöst. Die Deutsche Börse änderte daraufhin ihre Indexregeln, nachdem die überstarke Gewichtung der VW-Aktie den Dax komplett verzerrt hatte.
Neben der Leerverkauf-Theorie verwiesen Händler als Grund für den VW-Kursanstieg darauf, dass der Konzern seinen Marktanteil in den USA nach der Insolvenz von General Motors eventuell ausweiten könne. Auch andere Autowerte lagen deutlich im Plus: der europäische Autoindex gewann 3,4 Prozent.
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(sueddeutsche.de/Reuters/lauc/tob)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Es sollte europäischen Banken schlichtweg verboten sein, Kredite für Wertpapiergeschäfte auszugeben. Damit würde effektiv verhindert, dass billige Staatsknete direkt in die spekulative Finanzwelt fließt. Diese Finanzwelt ist ein Dienstleister der Realwirtschaft, zumindest in der Theorie. Sie spielt sich aber als deren Herr und Meister auf.
Zu vernünftigen Regeln gehört übrigens auch, dass jedes Short Selling und der Umfang von Warentermingeschäften anzeigepflichtig wird. Jeder Anleger sollte nachlesen können, wie die Quote der Shorts heute und in 3 Monaten steht. Short Selling an sich zu verbieten ist leider unsinnig, da die Wetten auf fallende Kurse ein Korrektiv für Übertreibungen sind.
Es ist an der Zeit, dass unsere Politiker nicht nur das Füllhorn über die ach so gebeutelte Wirtschaft ausschüttet, sondern endlich auch vernünftige Regeln aufstellt, die dem Entstehen von Spekulationsblasen entgegenwirkt.
Ansonsten werden unsere Politiker bald feststellen, wenn alle Arbeitnehmer arbeitslos sind und alle Unternehmer sich in die Steueroasen verflüchtigt haben: Es gibt keine Steuern mehr zu verteilen und damit ist auch keine Wirtschaft mehr zu retten.
für die Lichtsgestalt von, zu, bei, über Guttenberg.
Hier tobt der Turbokapitalismus, hier taucht er weg.
Porsche oder ein Porscheverbündeter kaufen VW-Aktien. Noch wenige Milliarden Euro Spieleinsatz und man hat Zugriff auf die VW-Kasse, und die ist zur Zeit prall gefüllt.
Es lebe das Casino. Notfalls werden bei VW halt 10.000 Mitarbeiter entlassen.