In der VW-Affäre gibt es neue Details über die umstrittenen Indienreisen des früheren Betriebsratschefs Klaus Volkert. Laut Bild-Zeitung soll bei einer Reise auch Ex-Arbeitsdirektor Peter Hartz dabei gewesen sein.
In der VW-Affäre gibt es weitere Details über umstrittene Reisen der Schlüsselfiguren nach Indien.
Klaus Volkert war VW-Betriebsratschef. (© Foto: AP)
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Wie die Bild-Zeitung am Freitag berichtet, reisten Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert sowie der frühere VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer im Januar 2003 nach Goa. Für die einwöchige "Luxus-Tour" solle Gebauer beim VW-Konzern bis zu 60.000 Euro mit Eigenbelegen abgerechnet haben.
Eine Indien-Reise Volkerts Anfang 2004 war Anlass für Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig.
Diese Reise, an der neben Volkert unter anderem auch Gebauer sowie Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster teilgenommen haben sollen, soll VW mit 165.000 Euro abgerechnet worden sein.
Waren die Ausgaben geschäftlich?
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat bisher bestätigt, VW habe für die Reise eine sechsstellige Summe bezahlt. Die Behörde überprüft, ob Geld, das VW für die Reise ausgegeben hat, mit dem Geschäftszweck vereinbar gewesen ist.
Nach dem Bericht der Bild-Zeitung soll es außerdem im April 2002 eine rund 250.000 Euro teure Indien-Informations-Rundreise gegeben haben, an der neben Volkert und anderen Betriebsräten auch der damalige VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz teilgenommen haben soll.
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte am Freitag keine Stellung zu dem Bericht nehmen. Die Behörde untersuche derzeit im Zusammenhang mit der VW-Affäre "mehrere Reisen". Die Frage sei, inwieweit diese dienstlichen Charakter gehabt hätten.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schuster und Gebauer wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue. Sie sollen Geld mit Hilfe eines Geflechts von mindestens zehn Firmen in acht Ländern auf eigene Konten umgeleitet haben. Auch Schmiergeld soll gezahlt worden sein.
Gegen Volkert ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Untreue.
(sueddeutsche.de/dpa)
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