Klaus Volkert soll versucht haben, den Mitbeschuldigten Klaus-Joachim Gebauer zu beeinflussen.

Der frühere VW-Betriebsratschef Klaus Volkert ist verhaftet worden. Es bestehe Verdunkelungsgefahr, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit.

Klaus Volkert, ehemaliger Betriebsratschef bei VW. (© Foto: dpa)

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Volkert sei am Dienstag von Beamten des Landeskriminalamtes festgenommen worden und sitze in Untersuchungshaft. Der einst mächtige Betriebsratschef war im Sommer 2005 wegen der Verstrickung in die Affäre um Korruption und Lustreisen auf Firmenkosten zurückgetreten.

Ein seltsames Angebot

Hintergrund der Inhaftierung sind laut Staatsanwaltschaft Angaben des Mitbeschuldigten Klaus-Joachim Gebauer. Volkert und sein Anwalt sollen den früheren VW-Personalmanager bedrängt haben, seine bisherigen Angaben zur Rolle Volkerts in der Affäre zu Gunsten des früheren Betriebsratschefs abzuschwächen.

Gebauer soll angeboten worden sein, ihm einen kostenlosen Verteidiger zu schaffen und dafür zu sorgen, dass Gebauer keine Zahlungen an seinen bisherigen Rechtsbeistand zu leisten brauche. Zudem bestehe der Verdacht, dass Volkert Gebauer oder andere Beteiligte zu einer wahrheitswidrigen Aussage bewegen und die Aufklärung der Affäre um jeden Preis verhindern wollte.

Mitte November hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den früheren VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz erhoben. Dem prominenten Manager wird Untreue in 44 Fällen und unrechtmäßige Begünstigung von Betriebsräten zur Last gelegt.

Allein Volkert habe von 1994 bis 2005 von Hartz neben seinem Gehalt so genannte "Sonderbonuszahlungen" von insgesamt fast zwei Millionen Euro erhalten, ohne dass dies bei VW offen gelegt worden sei. Auch Volkerts Geliebter habe Hartz hohe Summen ohne Gegenleistung zugeschanzt.

Die VW-Affäre war im Juni 2005 ins Rollen gekommen. Als Schlüsselfiguren gelten Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster und der frühere VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer.

Sie sollen Schmiergeld verlangt und mit Hilfe eines weltweiten Netzes von Tarnfirmen Geld auf eigene Konten umgeleitet haben, das eigentlich VW zugestanden hätte. Später wurden auch Vergnügungsreisen und Partys bekannt, die etwa über Blankoschecks bei VW abgerechnet wurden. Unter anderem sollten damit Betriebsräte auf Unternehmenslinie gehalten werden.

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(dpa)