Volkswagen VW steht in den USA noch mehr Ärger bevor

  • In den USA kommt auf Volkswagen wegen der Abgas-Affäre möglicherweise neuer Ärger zu.
  • Das Justizministerium prüft einem Bericht zufolge, ob der Konzern gegen Steuergesetze verstoßen und Bankbetrug begangen habe.

Volkswagen könnte im Abgas-Skandal weiterer Ärger in den USA bevorstehen. Das Justizministerium ermittle nun auch wegen des Verdachts des Bankbetrugs und wegen möglicher Verstöße gegen Steuergesetze. Das berichtet das Wall Street Journal.

Die Behörden habe dem Wolfsburger Konzern eine Vorladung auf Basis einer Regelung geschickt, die 1989 für Ermittlungen gegen große Finanzinstitute konzipiert wurde, sagte eine mit dem Vorgängen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

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Zusätzliche Strafen möglich

Die Anwendung des Gesetzes könnte für VW zusätzliche Strafen bedeuten. Die Ermittler prüfen dem Bericht nach, ob Kreditgeber durch Manipulationen von VW bei der Autofinanzierung gefährdet wurden. Betroffene Fahrzeuge mit überhöhten Abgaswerten waren ursprünglich als umweltfreundlich vermarktet worden und haben durch die Affäre an Wert verloren.

Außerdem soll untersucht werden, ob VW für Steuergutschriften haftbar ist, die US-Autokäufer für den vermeintlich geringen Abgas-Ausstoß erhalten haben. Eine Sprecherin von VW sagte, dass das Unternehmen weiter mit allen relevanten US-Behörden kooperieren werde.

Volkswagen hatte im September nach Vorwürfen des US-Umweltamts EPA eingeräumt, Hunderttausende Dieselfahrzeuge in den USA mit einer Betrugs-Software zum Austricksen von Abgastests ausgerüstet zu haben. Dem Konzern droht durch eine Zivilklage der US-Regierung bereits eine Strafe in zweistelliger Milliardenhöhe. Weltweit sind Millionen VW-Autos betroffen.

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