41 Prozent mehr Autos hat Volkswagen im Januar verkauft. Jetzt könnte der Konzern die Sektkorken knallen lassen - wenn nicht der niedrige Vergleichswert das Traumergebnis mindern würde.

Auf den ersten Blick ist die Nachricht wunderbar. Mit einem deutlichen Absatzplus ist Volkswagen ins neue Jahr gestartet. Im Januar steigerte Europas größter Autokonzern seine weltweiten Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 41 Prozent auf 538.500 Fahrzeuge. Damit habe der Konzern erneut besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt.

Volkswagen, Foto: AP

VW hat im Januar 538.500 Fahrzeuge abgesetzt - 41 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. (© Foto: AP)

Anzeige

Allerdings war die Vergleichsbasis auch denkbar ungünstig. Denn im Januar 2009 war der Absatz von Volkswagen um ein Fünftel eingebrochen.

Auch der Blick nach vorne ist ein sorgenvoller Blick. Vertriebsvorstand Christian Klingler sagte, die Lage auf den internationalen Automobilmärkten bleibe angespannt. Das guten Ergebnis vom Jahresauftakt solle nicht über die Herausforderungen in diesem Jahr hinwegtäuschen.

Erfolg in Deutschland

Nach schweren Absatzeinbrüchen auf wichtigen Märkten im vergangenen Jahr erwartet die Branche für das Jahr 2010 zwar Zuwächse in den USA und weiterhin in China. In Deutschland und Westeuropa dagegen werden nach dem Auslaufen von staatlichen Konjunkturprogrammen wie der deutschen Abwrackprämie deutliche Absatzrückgänge erwartet. Volkswagen hatte 2009 gegen den Branchentrend einen Absatzrekord erzielt, und zwar um 1,1 Prozent auf 6,29 Millionen Fahrzeuge.

Zum Start ins neue Jahr steigerte VW den Absatz im Vorjahresvergleich vor allem im Heimatmarkt Deutschland. Die Auslieferungen erhöhten sich um mehr als ein Drittel auf fast 72.000 Autos. Der Konzern profitierte dabei noch von Bestellungen im Zuge der Abwrackprämie.

Deutliche Zuwächse gab es auch in den USA, China und Westeuropa. Dagegen ging der Absatz in Russland zurück - um 22 Prozent auf den allerdings niedrigen Wert von 5100 Autos.

Volkswagen will bis zum Jahr 2018 weltgrößter Autobauer werden und Toyota ablösen. Derzeit ist der VW-Konzern hinter den Japanern und dem US-Autobauer General Motors die Nummer drei auf dem Globus.

Leser empfehlen 

(sueddeutsche.de/dpa/tob)