Volkswagen setzt seinen Erfolgskurs fort: Ein Gewinnsprung und ein deutliches Plus beim Umsatz konnten die Börse allerdings nicht beeindrucken.

Der Volkswagenkonzern hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Das Vorsteuerergebnis habe mit 4,7 Milliarden Euro den durch Sondereinflüsse reduzierten Vorjahreswert um 3,8 Milliarden Euro übertroffen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

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Trotz eines unerwartet hohen Gewinnsprungs griffen Anleger aber nicht zu - die in den vergangenen Monaten durch Spekulationen um eine Übernahme des Konzerns durch Porsche rasant gestiegene Aktie notierte kaum verändert gewann bis Mittag 0,06 Prozent auf 174,60 Euro.

Analysten erklärten dies damit, dass VW seinen Ausblick unverändert ließ. Europas größter Autokonzern hatte sein ursprünglich erst für 2008 gestecktes Ziel - ein Vorsteuergewinn von mindestens 5,1 Milliarden Euro - bereits im Sommer vorgezogen.

Um dieses Ziel zu erreichen, fehlen dem Konzern vor den letzen drei Monaten nicht einmal mehr 400 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn schnellte von Januar bis September auf 4,7 Milliarden Euro hoch und übertraf den durch Sondereffekte reduzierten Vorjahreswert um 3,8 Milliarden Euro, wie die Wolfsburger mitteilten. Analysten hatten im Schnitt mit einem Vorsteuergewinn von 4,2 Milliarden für diesen Zeitraum gerechnet.

Als Grund für den hohen Gewinnanstieg nannte der Vorstand die weltweit starke Nachfrage nach Autos aus Wolfsburg sowie Einsparungen. Seit Jahresbeginn gingen über 4,6 Millionen Fahrzeuge an Kunden, das waren 8,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit sieht sich Volkswagen weiter auf Kurs, in diesem Jahr erstmals mehr als sechs Millionen Fahrzeuge an Kunden auszuliefern.

Mehr Absatz, weniger Umsatz

Für Deutschland und Spanien rechnen die Wolfsburger dabei mit rückläufigen Pkw-Zulassungen. In Nordamerika habe es Zuwächse beim Absatz gegeben. Allerdings sank laut VW der Umsatz auf dem weltweit größten Automobilmarkt um 5,3 Prozent. Das sei im Wesentlichen auf den anhaltend schwachen Dollar sowie niedrigere Einnahmen pro Fahrzeug zurückzuführen, so das Unternehmen.

Der Umsatz, der in den ersten neun Monaten um 5,1 Prozent auf 81 Milliarden Euro moderat zulegte, soll weiter steigen.

"Die optimierten Kostenstrukturen werden zusammen mit der verbesserten Absatzsituation unsere Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft nachhaltig stärken", teilte der Konzern mit.

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(Reuters/dpa/woja/mah)