Erstmals verkauft die Bahn Fahrkarten bei McDonald's. Und sie hat offenbar aus den Fehlern bei der Lidl-Aktion gelernt.

"Es läuft richtig gut", sagte ein Bahnsprecher am Montag in Berlin. In vielen Städten bildeten sich am Morgen schon vor Öffnung der Schnellrestaurants Schlangen.

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Der Vorrat reichte aber überall aus. Bei einer ähnlichen Verkaufsaktion im Mai 2005 bei der Supermarktkette Lidl waren die Fahrkarten binnen kurzer Zeit ausverkauft.

Damals hatte die Bahn erstmals Tickets über einen branchenfremden Partner vertrieben.

Der Vizepräsident der Marketing-Abteilung von McDonald's Deutschland, Johan Jervoe, sagte in Berlin, er erwarte, dass die Fahrscheinhefte etwa nach einer Woche verkauft sein werden.

Nur an bestimmten Tagen verwendbar

Bahnsprecher Meyer erläuterte, Ziel der Aktion sei es, neue Kunden zu gewinnen. Über McDonald's erhoffe man sich vor allem, ein jüngeres Publikum zu erreichen.

Im Angebot sind eine Million Hefte mit je vier Bahntickets für einfache Strecken im Inland mit der zweiten Klasse. Eine Fahrt kostet somit 24,75 Euro.

Die Tickets müssen bis einschließlich 1. Juni 2006 genutzt werden. Bei längeren Strecken können die Fahrgäste deutlich sparen, bei Fahrten bis etwa 150 Kilometer ist ein reguläres Einzelticket oft günstiger - das hängt von der Zugart ab.

Bei der Aktion vor zehn Monaten hatte die Bahn an den Lidl-Kassen rund 550.000 Hefte mit je zwei Tickets für 49,90 Euro verkauft. In vielen Filialen waren seinerzeit sämtliche Fahrkarten bereits nach einer Stunde vergriffen.

Deshalb kritisierten Verbraucherschützer die Aktion als unzulässiges Lockvogelangebot.

Anders als diesmal bei McDonald's waren die Fahrscheine damals viereinhalb Monate gültig und konnten auch an Freitagen und Sonntag benutzt werden.

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(sueddeutsche.de)