Beim Siemens-Konzern, der den Transrapid gemeinsam mit Thyssen Krupp baut, reagierte man verwundert. "Das ist schon absonderlich", sagte ein Sprecher. "Außer Thyssen Krupp und Siemens ist niemand technisch in der Lage, den Transrapid zu liefern. Wir wissen aber von nichts; mit uns hat niemand über ein solches Projekt gesprochen." Ein Ingenieurbüro könne "alleine keinen Transrapid bauen". Die Frage sei daher, "was ein solcher Vertrag wert" sei.

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Die Hochgeschwindigkeitsstrecke, die seit mehreren Jahren im Gespräch ist und deren Bau auf den Widerstand von Bundeskanzlerin Angela Merkel stößt, soll die Hauptstadt Teheran mit der Pilgerstadt Maschad in Ost-Iran verbinden.

Politischer Widerstand

Die iranische Nachrichtenagentur Mehrnews meldete zuvor, der Gouverneur der Provinz von Maschad, Muhamad Jawad Mohamadizadeh, habe in Anwesenheit des iranischen Transportministers Hamid Belbahani einen "gegenseitigen Vertrag" mit einem deutschen Unternehmen geschlossen. Das iranische Wirtschaftsministerium werde einen Vertrag über die Finanzierung ausarbeiten.

Der Bau der Strecke würde auf politischen Widerstand in Deutschland stoßen. Kanzlerin Merkel hatte das Projekt abgelehnt, als es 2007 ins Gespräch gekommen war. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte ebenfalls protestiert. Man dürfe "mit Holocaust-Leugnern" keine Geschäfte machen. Mit dem Zug könnten "Terroristen und Waffen" transportiert werden.

Der Transrapid böte nach iranischen Angaben die Möglichkeit, jährlich 40 Millionen Touristen und Pilger zwischen Teheran und Maschad zu transportieren. Die Bauzeit läge bei fünf bis sechs Jahren. Das Projekt böte deutschen Unternehmen ein enormes Potential, sagte ein mit dem Projekt vertrauter Teheraner Fachmann der Süddeutschen Zeitung.

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(SZ vom 28.05.2009/kaf/tob)