Verschobene Flughafen-Eröffnung Air Berlin fordert 48 Millionen Euro für BER-Desaster

Weil die Eröffnung des neuen Flughafens BER verschoben wurde, musste Air Berlin weiter den alten Flughafen Tegel nutzen.

Für das Desaster um die Fertigstellung des neuen Hauptstadtflughafens BER will Air Berlin nun Schadensersatz. Die Airline konnte wegen der Verschiebung Immobilien nicht nutzen und musste weiter vom alten Flughafen Tegel fliegen.

Der Bau des neuen Berliner Flughafens könnte noch teurer für die Betreiber werden: Air Berlin hat die Flughafengesellschaft auf mindestens 48 Millionen Euro Schadenersatz verklagt, weil die Eröffnung immer wieder verschoben wurde. Das sagte ein Sprecher des Potsdamer Landgerichts. Die Airline wollte die genaue Höhe der Klage-Summe nicht nennen, sprach aber von einem hohen zweistelligen Betrag.

Air Berlin geht es um die Erstattung von Verlusten, die dem Unternehmen durch die geplatzte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld im Juni 2012 entstanden sind. Dazu zählen ungenutzte Immobilien und die Kosten für den Weiterbetrieb auf dem alten Flughafen Tegel.

Die Eröffnung des neuen Airports war ursprünglich für den 3. Juni 2012 geplant gewesen. Unter anderem weil die Brandschutzanlage noch nicht einsatzbereit war, wurde sie mehrfach verschoben. Das ist vor allem für die Betreibergesellschaft peinlich, in deren Aufsichtsrat auch die Länder Berlin und Brandenburg sitzen. Ende 2014 sollen die Bauarbeiten für den Flughafen endlich abgeschlossen sein.

Die Klage hatte Air Berlin bereits 2012 eingereicht. Am Mittwoch verhandelt das Landgericht über den Fall. Die Flughafengesellschaft hat bestritten, dass die Fluglinie Anspruch auf Schadenersatz hat. Auch die Deutsche Bahn könnte wegen der Mehrkosten klagen.