Nach langem Gezerre erhalten die amerikanische Investorengruppe VSS und die britische Mecom-Gruppe den Zuschlag für den Berliner Verlag. In der Belegschaft herrscht großes Misstrauen gegenüber den neuen Eigentümern.
Stefan von Holtzbrinck erklärte am Dienstag für den bisherigen Eigentümer, den Medienkonzern Holtzbrinck: "Es ist sehr bedauerlich, dass wir in Berlin keine starke Nummer 2 im Markt werden konnten und uns somit wiederholt ein signifikantes Engagement im deutschen Zeitungswesen untersagt wurde." Holtzbrinck hatte den Berliner Verlag von Gruner + Jahr gekauft.
Das Verlagsgebäude der Berliner Zeitung. (© Foto: dpa)
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Diese Übernahme untersagte das Kartellamt 2002. Deshalb suchte der Medienkonzern einen Käufer. Mit Mecom/VSS trete nun ein verlegergeführtes, finanzstarkes Unternehmen neu und kartellrechtskonform auf den Markt.
"Langfristige Strategie"
Mecom/VSS werde "im Zuge einer auf lange Sicht angelegten Strategie mit Optimismus in Deutschland investieren". Die Investoren versprächen, im Rahmen einer Wachstumsstrategie die Unabhängigkeit und Qualität der Titel zu erhalten, hieß es weiter.
Dem Bundeskartellamt liegt unterdessen noch keine Anmeldung des Verkaufs der "Berliner Zeitung" vor. Deshalb wollte eine Sprecherin auch keine Stellungnahme zu dem Verkauf abgeben.
Die Mecom Group plc - eine von David Montgomery gegründete Investmentgesellschaft - ist auf den Erwerb und die Weiterentwicklung von Medienunternehmen spezialisiert. David Montgomery sei ein erfolgreicher Medienmanager mit über 40 Jahren Erfahrung als Journalist und Verleger, teilte Holtzbrinck mit.
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