Verhandlungen abgebrochen Metall-Tarifkonflikt spitzt sich zu
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Nach wochenlanger Auseinandersetzung haben die Arbeitgeber im Tarifkonflikt der Metallindustrie endlich ein erstes konkretes Angebot vorgelegt. Die Reaktion war vielsagend: Vorläufiger Abbruch der Verhandlungen.
Nachdem die Metallarbeitgeber in der vierten Tarifrunde am Donnerstag in Düsseldorf ein Angebot mit zwei Entgelt-Erhöhungen um je 1,2 Prozent und Einmalzahlungen auf den Tisch gelegt hatten, wurden die Gespräche über dieses Thema zunächst abgebrochen. Am Dienstag (11.4.) soll die fünfte Verhandlungsrunde stattfinden.
Geschenk von der Gewerkschaft an einen Verhandlungsteilnehmer: Eine Torte mit der Aufschrift "Wir wollen keine Krümel".
(Foto: Foto: dpa)Das Angebot bedeute Reallohnverlust, sei realitätsfern und deshalb keine ernst zu nehmende Verhandlungsgrundlage, erklärte der Bezirksleiter der IG Metall, Detlef Wetzel.
Für die 700 000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen fordert die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt. "Wer so mit den Beschäftigten umgeht, der steuert auf einen Großkonflikt zu", sagte er. Für kommenden Dienstag kündigte die Gewerkschaft einen landesweiten Aktionstag an.
Verschärfte Warnstreiks
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Auch die Warnstreiks werden sich nach Einschätzung von Wetzel in der kommenden Woche verschärfen.
Metallarbeitgeber Präsident Michael Jäger sprach unterdessen von einem "angemessenen" Angebot. Damit werde die Inflation ausgeglichen.
Trotz des heftigen Protests der Gewerkschaften, bezeichnete Jäger die Verhandlungsatmosphäre weiterhin als sachlich. Er zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die Tarifpartner eine Einigung finden werden. Das werde aber nicht mehr vor Ostern sein.