Initiatoren von Venture-Capital-Fonds hatten in den vergangenen Jahren nicht viel zu lachen. Inzwischen sind aus den Glücksrittern der New Economy nüchterne Analysten geworden - und langsam geht es wieder aufwärts.
Bill Gates fing in einer Garage an. Doch nicht bei allen Garagenfirmen lief es so glatt wie bei ihm. Die New-Economy-Pleite machte vielen innovativen Jungunternehmern einen Strich durch die hochfliegenden Pläne.
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Auch so mancher Fonds bekam dadurch Probleme. Denn finanziert wurden viele Start-up-Firmen über Venture-Capital-Beteiligungen, auf deutsch Wagnis- oder Risikokapital.
In den USA und Großbritannien ist diese Art der Finanzierung seit Jahrzehnten geläufig. Institutionelle Geldgeber wie Pensionskassen und Versicherungen investieren hohe Summen in junge Unternehmen, sofern sie ein gutes Chance-Risiko-Profil aufweisen.
Fondsmanager als Unternehmensberater
Über die Fondsvariante können sich auch Einzelanleger ab rund 10.000 Euro an dieser Investmentart beteiligen. Die Renditechancen sind hoch, das Risiko auch. Durchschnittlich kann ein Anleger mit zehn bis 15 Prozent rechnen.
Lange wurde vor allem in einer frühen Unternehmensphase (Early Stage) investiert. Zu diesem Zeitpunkt sind die Anteile am günstigsten zu kaufen. Ausschüttungen während der Fondslaufzeit gibt es kaum. Der eigentliche Gewinn bei einer Wagnis-Kapital-Beteiligung kommt aus einem möglichst hohen Preis beim Verkauf.
Bis dahin ist jedoch ein weiter Weg. Bei Risikokapitalfinanzierungen geht es nämlich nicht nur um die reine Finanzierung - auch Managementfähigkeiten sind gefragt. Der Fondsmanager agiert quasi wie ein Unternehmensberater und coacht das junge Unternehmen. Will er es gut machen, ist seine Kapazität begrenzt.
Gierige Geldgeber
Mehr als fünf Unternehmen sollte er nicht betreuen. Neben ausreichendem Fachwissen, Personal zur Betreuung und einem breiten Netzwerk im In- und Ausland auf Initiatorenseite, sollte der Anleger bei der Fondsvariante auch auf ausreichende Streuung in verschiedene Unternehmen und Branchen achten. Eine positive Leistungsbilanz gibt zusätzliche Sicherheit.
Deutschland war lange ein unterentwickelter Markt für Risikokapital, junge Gründer wanderten ins Ausland ab. Mit dem New-Economy-Boom änderte sich dies - der Fondsmarkt boomte. Mehr als 663,5 Millionen Euro steckten Anleger in diese neue Form der Beteiligung.
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Machtkampf in der Linken