Venezuelas Präsident Chávez hat angekündigt, dass sein Land sich aus den internationalen Finanzinstitutionen verabschieden werde. Zudem will er seinen Bürgern mehr Freizeit schenken.

Hugo Chávez, ein scharfer Kritiker der USA, wirft dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank Ausbeutung vor. "Wir werden nicht mehr nach Washington gehen müssen, weder zum IWF noch zur Weltbank, zu niemandem", sagte Chávez anlässlich des Internationalen Tages der Arbeit. "Es ist besser, wenn wir austreten, bevor sie uns ausrauben."

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"Es ist besser, wenn wir austreten, bevor sie uns ausrauben": Venezuelas Präsident Hugo Chávez. (© Foto: AFP)

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Er beauftragte zudem Finanzminister Rodrigo Cabezas, dem IWF und der Weltbank offiziell den Austritt Venezuelas mitzuteilen. Das Land hat seine Schulden bei beiden Institutionen bereits getilgt.

Chávez sagte, er wolle IWF und Weltbank auffordern, "uns zurückzugeben, was sie uns schulden". Er bezog sich damit offenbar auf die Beiträge, die die Mitgliedstaaten regelmäßig zahlen.

Erst am Sonntag hatte der linksgerichtete Chávez vorgeschlagen, einen neuen regionalen Kreditgeber zu schaffen, der von den lateinamerikanischen Staaten getragen wird. Venezuela werde diese "Bank des Südens" mit Einnahmen aus dem Ölgeschäft unterstützen, sagte Chávez bei einem Treffen mit seinen Kollegen von Bolivien, Nicaragua, Kuba und Haiti.

Er verkündete zugleich eine Anhebung des Mindestlohns um 20 Prozent. Außerdem strebe er bis 2010 eine Reduzierung der täglichen Arbeitszeit von aktuell acht Stunden auf sechs Stunden an, sagte Chávez vor jubelnden Anhängern.

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(AP/Reuters/AFP)