Präsident Hugo Chávez will einen multinationalen Energiekonzern aufbauen. Auf seiner Reise durch Lateinamerika schmiedet er Allianzen - nur mit Brasilien gerät er dabei in Konflikt.
Wenn es um die Zunahme von Einfluss geht, ist Hugo Chávez nichts zu teuer. Auf seiner Tour hat Venezuelas Präsident versprochen, die Energieprobleme Lateinamerikas für die "nächsten hundert Jahre" zu lösen. Garant dafür seien seine Ölreserven, die nach venezolanischen Angaben noch ein Jahrhundert reichen sollen.
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez tauscht Öl und Geld gegen Einfluss bei den Nachbarländern. (© Foto: Reuters)
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Profitieren sollen allerdings nur Länder, die Chávez nahestehen. Mit Argentiniens Präsident Néstor Kirchner unterzeichnete er einen "Energiepakt", der auch den Bau einer Anlage zur Aufbereitung von Flüssiggas für 400 Millionen US-Dollar vorsieht. Wegen des strengen Winters hatte Venezuela bereits Öl zu Vorzugskonditionen nach Argentinien geliefert. Weitere Energiepakte mit Uruguay, Bolivien und Ecuador sollen in Kürze folgen.
Die bilateralen Allianzen sollen nach Chávez' Willen Grundlage eines multinationalen lateinamerikanischen Energiekonzerns sein, der ein Gegengewicht zu den USA bildet. Die Vereinigten Staaten, sagte Chávez in Buenos Aires im gewohnt US-feindlichen Stil, seien "ein energetischer Dracula", der einen großen Teil der weltweiten Vorräte verschlinge, um sein "destruktives Entwicklungsmodell" durchzusetzen.
Bislang setzt aber auch Venezuela einen großen Teil des Öls in den USA ab, Chávez arbeitet daran, die Gewichte anders zu verteilen. Er ließ auch dieses Mal keinen Zweifel daran, was er als Gegenleistung erwartet: In Argentinien betonte er den "unbegrenzten Willen zu einer Union" der beiden Länder, die "weit über eine Integration hinausgeht".
Während Chávez sich der Nähe Boliviens, Ecuadors und Nicaraguas sicher sein kann, war Argentinien bisher ein unsicherer Bundesgenosse. Der als selbstherrlich geltende Präsident Kirchner wechselte geschickt zwischen Chávez und seinem Rivalen, Brasiliens gemäßigt linkem Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Allerdings konstatierten konservative Medien in Argentinien in letzter Zeit einen "Linksruck". So forderte Kirchner erneut lautstark, Venezuela solle in die Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur integriert werden, wogegen sich Brasilien sperrt.
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Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Was ist dieser Artikel? Eine Information? Oder eine Mixtur aus Information und Meinungsmache? Die USA haben die Länder Lateinamerikas direkt und indirekt ökonomisch, politisch und militärisch beeinflusst, manipuliert, beherrscht... ("Hinterhof" - symbolisch also die Müllhalde - der USA). Sie sind für das Chaos, die Fehlentwicklungen, die Ausbeutung, die Korruption, die Unterdrückung, die teilweise "schreiende" Armut in lateinamerikanischen Ländern massgeblich mitverantwortlich. Wer nur einmal durch die riesigen Slums - beispielsweise - von Guajaquil (Ecuador) gelaufen ist, versteht nur zu gut, warum Lateinamerikaner sich - - endlich - - von der Bevormundung und Beherrschung durch die in Millionen schwimmenden, von den USA beeinflussten, Führungsschichten, ganz demokratisch mit ihren Wahlstimmen zur Wehr setzen. Hierzulande - wohlgenährt und weitab vom Elend - ziehen die demokratischen Alles- und Besserwisser - verdeckt oder offen - dann über Hugo Chávez und Co. her.
Ich habe mir und den anderen "Kommentatoren" lediglich ein paar Fragen gestellt. Und ich finde meinen Beitrag sogar recht gelungen. (den ersten, das andere war - wie man hoffentlich merkt - Satire, eine zynische Ausdrucksform)
Und was mein Beitrag mit der PDS zu tun hat oder der NPD (übrigens gibt es beide Parteien nicht mehr), das dürfen Sie mir dann noch erklären.
Vielleicht meinten Sie ja Herrn Dr. Gysis Dialektik, da ich in meinem Beitrag auch zwei Sichtweisen dargestellt habe. Dann danke ich Ihnen natürlich für den Vergleich.
Ich habe nie behauptet die Stimme Lateinamerikas zu sein. Ich habe in erster Linie meine eigene Meinung geschrieben. Ich habe jedoch längere Zeit in Lateinamerika gelebt und meine persönliche Erfahrung zeigte mir, dass die Amerikaner eigentlich eher nicht so beliebt sind dort.
Wenn Du anderer Meinung bist dann ist das aber vollkommen in Ordnung. Mir ist auch klar, dass in einem ganzen Kontinent nicht eine 100%ig homogene Ansicht vorherrschen kann, also bitte unterstelle mir nicht, dass ich dies vermitteln wollte, da ich das nicht geschrieben habe.
Aber sag mir Du vielleicht doch noch: Darf ich als Nicht-Lateinamerikaner eine Meinung zur Politik oder Wirtschaft Lateinamerikas haben ?
bitte entschuldige,wir lateinamerikaner können uns schon selbst zu wort melden,deine ansicht,auch in spanisch geschrieben,ist sicherlich eine andere als der mehrzahl von uns.sollte morgen die seite noch stehen,eine antwort.
aber, ich rate auf Jung und unerfahren.
mag sein, dass die kommentare hier im ersten blick nicht viel bewirken können.
es wir auch die weltpolitik nicht nach dem kommentare der sz-leser orientieren.
aber durch dieser kommentare, fangen an unsere meinung einen form zu finden, der hoffentlich der wahrheit näher, der Gewalt ferner, Frieden besonnener, und dem anderen tolerante wirken.
und die folgen werden in wahlen sichtbar und in der Gesellschaft (alltag).
es hilft auch verständniss den anderen denkenden aufzubringen und teilweise sind die kommentare noch näher als die Berichte der journalisten.
denn die leser hier vertreten ihre eigene Meinung und nicht die Meinung ihren Geldgeber oder arbeitgeber, wie so halt in der Medien so üblich ist.
daher, lassen Sie Ihre spielereien und wenn sie auch keine eigene Meinung haben, ist es auch nicht so schlimm.
wir werden es überleben!
Paging