Hohe Ausgaben für Kriege, den Arbeitsmarkt und die Bekämpfung der Finanzkrise lassen das Haushaltsdefizit in den USA in schwindelerregende Höhen klettern. Unterdessen schlagen Experten Alarm: Längst befände sich das Land in einer Rezession.
Während sich in der amerikanischen Finanzbranche langsam wieder Zuversicht breitmacht, meldet US-Finanzminister Henry Paulson neue Höchststände - doch die geben eher Anlass zur Sorge. Das Haushaltsdefizit hat sich im abgelaufenen Steuerjahr nahezu verdreifacht. Nach 162 Milliarden Dollar im vorangegangenen Steuerjahr sei das Defizit nun auf 455 Milliarden Dollar (330 Milliarden Euro) angewachsen, teilte das US-Finanzministerium am Dienstag (Ortszeit) in Washington mit - und damit deutlich höher als die Regierung erwartet hatte.
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US-Finanzminister Paulson hat schlechte Zahlen im Gepäck: Das Haushaltsdefizit hat sich nahezu verdreifacht. (© Foto: Reuters)
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Paulson führt die Entwicklung auf das langsamere Wirtschaftswachstum und die angespannten Finanzmärkte zurück. Die schwächelnde Konjunktur habe an den Einnahmen gezehrt, während die Ausgaben für Kriegseinsätze, den Arbeitsmarkt und den Kampf gegen die Bankenkrise gestiegen seien, erklärte das Ministerium. "Wir werden die gegenwärtigen Herausforderungen unserer Nation bewältigen", erklärte Minister Paulson. Angesichts der jetzt neu hinzugekommenen Belastungen aufgrund der Finanzkrise und der staatlichen Rettungsmaßnahmen für die Banken erwarten Fachleute jedoch, dass die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen im neuen Budgetjahr sogar auf 700 Milliarden Dollar steigen könnte.
Die Demokratische Partei führte die zunehmende Verschuldung auf die Wirtschaftspolitik der Republikaner zurück. Sie wiesen darauf hin, dass der Staatshaushalt beim Regierungsantritt von Präsident George W. Bush im Jahr 2001 noch einen Überschuss aufwies. Als Gründe für die defizitäre Entwicklung nannten sie neben den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie dem Wiederaufbau nach dem Hurrikan Katrina auch die Steuersenkungen der Regierung Bush in den Jahren 2001 und 2003.
Regionalnotenbank schlägt Alarm
Die Zahlen spiegelten die Krise des US-Immobilienmarkts und deren Folgen für den Finanzsektor und das Wirtschaftswachstum wider, erklärte Paulson. Zur Bekämpfung der Finanzkrise haben die USA ein Rettungspaket mit einem Volumen von 700 Milliarden Dollar beschlossen, um faule Kredite aufzukaufen. US-Präsident George W. Bush und Paulson hatten ankündigt, der Staat kaufe für rund 250 Milliarden Dollar (184 Milliarden Euro) Anteile an Banken im Land. Neun Finanzinstitutionen hätten einen solchen Staatseinstieg akzeptiert.
Unterdessen schlagen die Ökonomen der regionalen US-Notenbank von San Francisco Alarm. Präsidentin Janet Yellen spricht sogar von einer Rezession. Yellen sagte, die aktuellen Daten deuteten darauf hin, dass die US-Wirtschaft im dritten Quartal schwächer gewesen sei als erwartet und es voraussichtlich überhaupt kein Wachstum geben werde. Das Wachstum im vierten Quartal dieses Jahres werde voraussichtlich noch geringer sein, ein Schrumpfen sei ziemlich wahrscheinlich. Die US-Wirtschaft scheine tatsächlich in einer Rezession zu stecken.
Derzeit sei jeder der wichtigen Bereiche der US-Wirtschaft von den Folgen der Krise an den Finanzmärkten betroffen, sagte Yellen weiter. Auch der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, sah in einer Rede in Memphis vom Vorabend weitere Risiken für die konjunkturelle Entwicklung in der größten Volkswirtschaft der Welt. Die US-Wirtschaft stehe vor einer langen Rezession, falls die Regierung die Finanzkrise mit den jüngsten Maßnahmen nicht in den Griff bekommt.
Bullard: Fed hat wenig Einfluss auf die Krise
In der aktuellen Krise habe die US-Notenbank mit ihrer Geldpolitik nur wenig Einfluss, sagte Bullard weiter. Zinsschritte dürften kaum zur Lösung der aktuellen Probleme beitragen. Im Gegenteil: Eine weitere Zinssenkung könnte ein neues und schwer zu lösendes Inflationsproblem in den USA hervorrufen. Bullard ist zugleich Mitglied der US-Notenbank, aber in diesem Jahr kein stimmberechtigtes Mitglied im geldpolitischen Ausschuss der Fed.
Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet dagegen nicht mit einer anhaltenden Rezession in Deutschland. "Es wird nicht zu einem dauerhaften Konjunktureinbruch kommen", sagte sie am Mittwoch in einer Regierungserklärung vor dem Bundestag. Die Unternehmen seien heute krisenfester als vor einigen Jahren. Sie fügte aber hinzu: "Allerdings wird Deutschland auch durch eine schwierigere Periode gehen." Nach Angaben aus Regierungskreisen rechnet die Regierung 2009 nur noch mit 0,2 Prozent Wachstum. Bisher waren es 1,2 Prozent.
(sueddeutsche.de/dpa/AFP/AP/Reuters/tob/jkr)
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Der Westen ist doch ein komplettes egozentrisches System mit einem Überbau an Egozentrik, genährt aus der Egozentrik der Massen, die dazu erzogen wurden.
Das System ist perfide, krank, masochistisch, sadistisch in einem. Vernünftige Werte sind vorgeschoben, tatsächlich nicht vorhanden. Die Regierung in Washington lügt, wenn sie nur den Mund aufmacht. Das zeigt der vorgelegte Artikel.
Wenn die Sueddeutsche schreibt,
doch die (Haushaltsdefizite) geben eher Anlass zur Sorge . . . , klingt das blasiert und daneben. Die USA wurden von Managern gesteuert, die das Schiff USA an allen möglichen Stellen seines Rumpfes anbohrten. Das Geschäft ging eben vor, die Sicherheit für die Allgemeinheit wurde mit Füßen getreten.
Egozentrisch ist es auch, die zu vergessen oder zu übersehen, die rechtzeitig zu Warnungen übergingen und dabei ihr Leben ließen. Sie sind die Helden, die die Jetztzeit nicht zu ehren weiß. Tut mir nicht leid, aber dass in politischen Foren so getan wird, als würde es niemals Warnungen gegeben haben, nehme ich zum Anlaß für Kritik: egozentrisch nenne ich das Verhalten der meisten Schreiber. Denke, dass es mit ihnen an der Macht nicht besser vonstatten ginge.
etwas steht fest: Bush wird für immer in der Geschichte der USA als Erinnerung bleiben.
War es nötig Afghanistan, Irak? Was hat man da erreicht? Stichwort: Harliburton un Mr .Cheney.
die Wallstreet (Rockefeller, Rothschid, Warburg, Morgan) ist nicht die USA( leider aber ein viel zu mächtiger Teil davon). Und wie 1930 in der Lage weltweit Unglück und Elend zu verbreiten, oder kann irgend jemand z.Zt. irgend einen US-Segen erkennen ? Ohne Rücksicht auf das eigene Volk treibt die Gier der Wallstreet nach Geld und Macht Millionen Amerikaner in die Armut .Gottes eigenes Land, dem gerade wir Deutschen einiges zu verdanken haben, mit amerik. Blutzoll bezahlt ,kann so nicht Vorbild sein.Und wer das hier sagt , sollte nicht als Amerika-Hasser gelten.
Kann nix sein, ist kommunistische Propaganda. Land wo ist so fleißige, sparsame, friedliebende Mensch, kann nix in Rezession sein. Jetzt wo chat Regierung seine Volk 700 Mrd. Dollar geschenkt. Alles böse kommunistische Propagande. Kommt bestimmt von die ganze Linken. Nix glauben. USA gutes, reiches Land, Paradies für Werktätige. Schluß mit diese bösartige Propaganda. Gutes Land. Reiches Land. Guter Präsident. Guter Finanzminister was gibt Menschen 700Mrd.
Wo sind die Politiker, die dem Finanzwesen die Sporen geben sprich: der privaten Hochfinanz eine Hungerkur/ ein Konkursverfahren verordnen?
Das System der Kredischöpfung gehört in die Hände des Staates, damit es dem Wohlstand des Volkes dient, von alleine wird sich das Geldsystem nicht ausräuchern und die produktive Wirtschaft soll stattdessen bluten. Geld ist nichts anderes als Kreditvergabe.
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