Eine Task-Force für die angeschlagene US-Automobilindustrie: Präsident Obama verzichtet auf den zunächst geplanten Auto-Zaren - und schickt eine eigene schnelle Einsatztruppe.
Eine Task-Force soll die Restrukturierung der angeschlagenen US-Autobranche kontrollieren. Das sieht ein Plan von US-Präsident Barack Obama vor.
Schwer angeschlagen: GM, der ehemals größte Autohersteller der Welt. (© Foto: dpa)
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Wie ein Regierungsvertreter am Sonntag (Ortszeit) sagte, beauftragte Obama US-Finanzminister Timothy Geithner und den Vorsitzenden des Nationalen Wirtschaftsrates, Lawrence Summers, mit der Leitung des Arbeitsstabs.
Der Finanzminister soll auch die Verwendung des 17,4 Milliarden Dollar (13,6 Milliarden Euro) schweren Finanzpakets in Gestalt von staatlichen Krediten für die ins Wanken geratenen Autokonzerne General Motors (GM) und Chrysler überwachen.
Konzept für den Kongress
Mit der Ernennung der Task-Force verabschiedet sich Obama von früheren Plänen einer staatlichen Aufsicht in Gestalt eines Auto-Zaren. Der sollte eigentlich vom Präsidenten ernannt werden und zahlreiche Befugnisse haben. Wegen des Hickhacks um die Ressortansiedlung des Zaren hatte es im Dezember eine Hängepartie um die Verabschiedung des milliardenschweren Rettungspaketes gegeben.
Am Dienstag müssen GM und Konkurrent Chrysler dem US-Kongress ein Sanierungskonzept vorlegen, um Rechenschaft über die bislang erhaltenen staatlichen Milliardenkredite abzulegen.
Kurz vor Weihnachten waren die einstigen US-Vorzeigekonzerne in einer dramatischen Rettungsaktion mit staatlichen Krediten gestützt und somit vorübergehend gerettet worden.
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(sueddeutsche.de/Reuters/dpa/mel/tob)
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