Kapitalnachschub für die Krisenbanken: Zehn der 19 größten US-Institute brauchen insgesamt 75 Milliarden Dollar - weniger als befürchtet. Doch ist das schon die Wende in der Finanzkrise?
Präsident Franklin D. Roosevelt beendete im März 1933 die größte Bankenkrise der Geschichte mit einem Trick. Er verkündete "Bankferien": Alle Kreditinstitute wurden für vier Tage geschlossen; danach durften die meisten von ihnen wieder öffnen, aber erst, nachdem Experten der Regierung die Bücher geprüft und die jeweilige Bank für überlebensfähig erklärt hatten.
US-Finanzminister Geithner (li.) und Präsident Obama verordneten den Banken einen Stresstest. (© Foto: Reuters)
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Es war der Wendepunkt der Weltwirtschaftskrise in Amerika: Dank des staatlichen Gütesiegels konnte der Finanzsektor wieder Vertrauen gewinnen, das Kreditgeschäft begann sich zu normalisieren. Was für Roosevelt die Bankferien waren, das ist für Barack Obama der Stresstest. Zweieinhalb Monate lang hatten Experten des Finanzministeriums und der Notenbank Federal Reserve die Bücher der 19 größten Banken der Vereinigten Staaten geprüft.
Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Die Regierung ordnet zwar nicht an, welches Institut bestehen bleibt und welches nicht, aber sie scheidet auf andere Weise die Starken von den Schwachen: Sie bestimmt, welche Bank wie viel Kapital braucht, um die Krise durchzustehen.
Neue Phase der Krisenpolitik
Die Belastungstests sind damit eine Wegscheide in zweierlei Hinsicht: Sie leiten eine neue Phase in der Krisenpolitik Washingtons ein und sie definieren für die meisten Banken klare Aufgaben.
Finanzminister Timothy Geithner und Notenbankchef Ben Bernanke haben dabei ein wichtiges Ziel bereits jetzt erreicht: Vertrauen zu schaffen. Allein schon das Wissen darüber, in welchen Bilanzen es Probleme gibt und in welchen nicht, ist heute ein Sicherheitsfaktor. Seit Beginn der Stresstests sind die Aktienkurse aller großen US-Banken deutlich gestiegen.
Die Papiere der Bank of America, der Instituts also, das den bei weitem höchsten Kapitalbedarf hat, legten um mehr als 140 Prozent zu. Die Kreditmärkte normalisieren sich; der Zins, den Banken untereinander berechnen, geht zurück. Einige Häuser bereiten sich darauf vor, das Kapital zurückzuzahlen, das sie im vergangenen Oktober von der Regierung bekommen haben.
Wichtige Resultate
Angesichts des ziemlich schlechten Starts, den das Bankenpaket von Finanzminister Geithner hatte, sind das wichtige, positive Resultate. Sie könnten tatsächlich die Wende in der Krise der amerikanischen Banken markieren, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind: Dass die Rezession nicht noch schlimmer wird, als bei den Stresstests unterstellt. Und dass es dem Präsidenten gelingt, notfalls vom Kongress noch mehr Geld für die Bankenrettung zu bekommen.
Und hier ist Vorsicht angebracht. Die Annahmen, die den Tests zugrunde liegen, sind nicht übermäßig pessimistisch. Einige Banken werden ihren Kapitalbedarf auf dem freien Markt decken können, andere werden die Einlagen, die der Staat bei ihnen bereits hat, in normale Stammaktien umwandeln. Manche aber werden neues Geld von der Regierung brauchen.
Von den 700 Milliarden Dollar, die ursprünglich für die Bankenrettung vorgesehen waren, sind noch 100 Milliarden übrig. Der Internationale Währungsfonds schätzt, dass die US-Banken noch mindestens 275 Milliarden Dollar brauchen, um so mit Kapital ausgestattet zu sein wie vor der Krise. Die Zahlen geben eine Ahnung von dem, was der Regierung noch bevorsteht. Es wäre fatal, wenn sich herausstellen sollte, dass Geithner und Bernanke zu optimistisch waren. Fürs erste aber sind die USA auf dem Weg zur Lösung einen wichtigen Schritt weiter.
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(SZ vom 08.05.2009/kaf/hgn)
Mubarak-Prozess in Ägypten
"Dein alter Fehler ist, "das" und "dass" nicht unterscheiden zu können"
Nicht nur das. Es kommt öfters vor das ich einen Buchstaben zuviel oder zuwenig mache. Oder das der Satzbau nicht ganz stimmt. In meinem Bestreben inhaltlich richtige Aussagen zu machen, schaue ich zu wenig auf die Rechtschreibung. Werd versuchen mich zu bessern. :-)
Bevor sie über Regeln sprechen, sollten sie die Regeln auch kennen: Die Kritiker, die 2007 den Untergang der Banken für 2008 vorhersagten, sagten auch der Staat könne nicht helfen, da er ebenfalls pleite ist. Lustig nicht. Außerdem ging es um die Frage der Überschuldung, nicht um die Frage Liquiditätsmangel. Ohne die Geschichte zu kenne fällen sie also ein Urteil. Machen sie das bei den Kommentaren hier öfters? Mir persönlich wäre es unangenehm eine Aussage zu treffen, die ich nicht belegen kann. :-)
"Wenn die deutschen Banken den Großteil der Staatshilfe wieder zurückzahlen können, und danach sieht es derzeit zweifellos aus, dann war meine Vorhersage nicht nur tatsächlich, sondern auch ökonomisch richtig. :-)"
Sie sind ja ein netter Zeitgenosse. Und freundlich sind sie ja auch immer. Aber was sie da sagen ist einfach Unsinn und ich denke das wissen sie auch. Das ist so als würden Sie darauf setzen dass ich beim Schuss von der Mittellinie den Ball nicht im Tor unterbringe und noch während mein Ball in der Luft ist baut jemand das Netz ab, und der Ball fliegt durchs Tor hindurch, anschließend sagen sie dann: Sehen Sie der Ball ist nicht im Tor!
Ihre Voraussagen beinhalteten doch nicht die Änderung der Regeln während das Spiel noch läuft, nicht wahr. Also nochmals: ohne massive staatliche Stützung wären die Banken pleite und zwar nicht wenige!
"Eine Vorhersage für das Jahr 2008 wird in der Regel vor dem Jahr 2008 getroffen."
Die Aussage, dass im Laufe des Jahres 2008 irgendwas passieren kann, kann ich auch am 30.12.2008 treffen. Wenn das Ereignis am 31.12.2008 eintritt, hatte ich recht.
"Hab wieder meinen alten Fehler gemacht..."
Dein alter Fehler ist, "das" und "dass" nicht unterscheiden zu können.
"Ich habe 14:32 eine feste Aussage gemacht: Der Dollar und der Euro wird 2008 nicht untergehen."
Du machst im Mai 2009 die Aussage, dass Dollar und Euro im Jahre 2008 nicht untergehen werden? Ich zitiere Dich nochmal: "Eine Vorhersage für das Jahr 2008 wird in der Regel vor dem Jahr 2008 getroffen."
Davon abgesehen wollte ich eine Quelle von Dir in der steht, dass ICH diese Aussage getätigt habe, nämlich, dass, Zitat "im Laufe des Jahres 2008 wird Dollar und Euro samt der ganzen Wirtschaft den Bach runtergehen und es wird wieder Tauschwirtschaft auf Goldbasis eingeführt."
Na?
Eine Vorhersage für das Jahr 2008 wird in der Regel vor dem Jahr 2008 getroffen. Sonst wäre es keine Vorhersage. Dumm von mir. Hab wieder meinen alten Fehler gemacht, und gedacht mein Gegenüber denkt mit. :-)
Übrigens: Ich habe 14:32 eine feste Aussage gemacht: Der Dollar und der Euro wird 2008 nicht untergehen. Der Beweis: Schauen sie auf die Kurs-Tabellen der Süddeutschen. Dort sind Dollar und Euro aufgelistet. Fakt genug? :-)
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