Die Krise auf dem US-Arbeitsmarkt verschärft sich. Nun will die Regierung erneut Geld in die Hand nehmen - und das Konjunkturprogramm aufstocken.
Aus Sorge um die hohe Arbeitslosigkeit will die US-Regierung ihr fast 800 Milliarden Dollar umfassendes Konjunkturprogramm aufstocken. Dies bestätigte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs. Im Gespräch sind ein Ausbau des sozialen Netzes und Steueranreize für einstellungswillige Unternehmen.
Obama versucht mit neuen Initiativen seinen Ruf als Krisenmanager aufzubessern. (© Foto: AFP)
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Obwohl sich die Wirtschaft in den vergangenen Monaten stabilisiert hat, verschärft sich die Krise auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote war im September auf 9,8 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 26 Jahren. Experten wie der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan rechnen damit, dass die Quote schon bald zweistellig sein und längere Zeit auf diesem Niveau verharren wird.
Maßnahmen bislang nur teílweise wirksam
Die bisherigen Versuche der Regierung, die schwere Rezession zu bekämpfen, haben den Anstieg der Arbeitslosigkeit allenfalls verlangsamt. Allerdings werden Teile des Konjunkturprogramms, in den Maßnahmen wie Straßenbau, Steuergutschriften und die Förderung erneuerbarer Energien zusammengefasst sind, erst im kommenden Jahr wirksam. Daher denkt das Weiße Haus auch nicht an ein neues Konjunkturpaket, sondern will das alte aufstocken.
Gibbs zufolge verhandelt Präsident Barack Obama mit dem Kongress, der alle Ausgaben bewilligen muss. Dabei stehen sozialpolitische Maßnahmen im Mittelpunkt. Die Not der Arbeitslosen in den USA ist groß. Die amerikanische Arbeitslosenhilfe ist befristet. Läuft sie aus, droht den Empfängern der ungebremste Absturz in die Armut. Ursprünglich war die staatliche Unterstützung auf sechseinhalb Monate begrenzt, bereits mehrfach wurde sie verlängert. Doch die gegenwärtige Wirtschaftskrise ist nicht nur besonders schwer, sie dauert auch ungewöhnlich lange.
Fast zwei Jahre lang befindet sich das Land schon in der Rezession, etwa acht Millionen Jobs sind bisher verloren gegangen. Die Demokraten im Abgeordnetenhaus wollen nun sicherstellen, dass Langzeitarbeitslose auch im kommenden Jahr staatliche Hilfen erhalten. Außerdem wollen sie die Leistungen der Krankenversicherung für Menschen ohne Job ausweiten. Darüber hinaus gilt es als wahrscheinlich, dass eine populäre Steuergutschrift verlängert wird. Amerikaner, die sich ihr erstes eigenes Haus kaufen wollen, können damit 8000 Dollar sparen. Diese Subvention hat den Immobilienmarkt gestützt, auf dem die Krise ihren Ausgang nahm.
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Mal sehen wie lange wir brauchen, um zu merken, dass auch wir schon seit Jahrzehnten weit über unsere Verhältnisse gelebt haben.
Nun sollen also die Arbeitslosen die sich auch mit der schönsten Statistik nicht mehr "weg rechnen" lassen doch etwas mehr Geld aus der staatlichen Förderung erhalten...
OHA, wie elend muss es dem "Land of the frees" gehen, wenn so ein Schritt wirklich überlegt wird? Offiziell wird ja immer von einer Arbeislosigkeit von 9,7 % geschrieben. Aber JEDER weiss, wie diese Statistik geschönt wird. Jeder der bei dieser Telefon Erhebung auch nur sagt "Ja er sucht einen Job" gilt als "suchend" nicht als "arbeitslos"...
Und natürlich gehen die cleveren Statistiker davon aus, das für jede geschlossene Firma eine neue eröffnet wird... Tja seit Jahresanfang wurden schon 98 (!!) US Banken geschlossen! Wie viele neue wurden in diesem Zeitraum eröffnet?
Nun ja, die US Autoindustrie wurde "gerettet" Das heisst GM wurde verstaatlicht und firmiert derzeit als eine Art VEB USA... Das GM durch eigene Kraft überleben wird ist fraglich... Auch eine Art eigentlich Arbeitslose zu versorgen.
Mehr Geld noch mehr Geld - die Rettung??? Wohl kaum! Die USA haben Jahrzehnte weit über ihre Verhältnisse gelebt das ist Land ist mehr oder weniger deindustrialisiert, die Infrastruktur entspricht in weiten Teilen der eines Drittweltlandes. Das über 47 Millionen US Bürger keine Krankenversicherung haben rundet das Bild ab!!
In den USA wurden bis jetzt ca. 20 Billionen Dollar für Rettungspakete der Banken und Konjunkturpakete ausgegeben, mit verheerenden Folgen für den Dollar.
20 Jahre lang wurde auf Pump gelebt. Jetzt wurden in einem Jahr nochmals 20 Billionen reingepumpt. Alles auf Pump natürlich. Es werden so lange die Billionen reingepumpt, bis es sich ausgepumpt hat. Weltweit.
Obamas Gegner arbeiten sehr erfolgreich gegen eine grundlegende Erneuerung des Finanzsystems.