Furcht vor faulen Krediten und neuen Schocks: US-Unternehmen packen ihre Daten für das vierte Quartal aus. Von Optimismus kann keine Rede sein.
Die schnellen Gewinne am Aktienmarkt sind längst gemacht. Anleger haben den Unternehmen einen großen Vertrauensvorschuss gegeben, den die Firmen nun mit guten Ergebnissen zurückzahlen müssen. In dieser Woche berichten die ersten US-Konzerne über ihre Ertragslage im vierten Quartal des vergangenen Jahres. Es könnten Tage der Wahrheit werden, die Aufschluss darüber geben, ob der Börsenzug dampfend weiterfährt oder aufs Abstellgleis gerät. Den Anfang in der langen Serie der Quartalsberichte machte am Montag der Aluminiumkonzern Alcoa; am Donnerstag wird Intel, der größte Chiphersteller der Welt, seine Zahlen vorlegen; am Freitag folgt mit JP Morgan Chase die erste der großen amerikanischen Banken.
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(© SZ-Grafik)
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An der Wall Street steigen seit dem vergangenen Frühjahr die Kurse, weil die Unternehmen im S&P-500-Index in jedem Quartal weitaus bessere Gewinne vorgelegt haben als von den Analysten erwartet. Im dritten Quartal waren die angenehmen Überraschungen so zahlreich wie noch nie: 80 Prozent der 500 größten US-Unternehmen überboten die Prognosen der Analysten. Aus vier Prozent erwartetem Gewinnanstieg haben sie 14 Prozent gemacht. "Das ist sicher schwer zu wiederholen", sagt Gerhard Schwarz, Leiter der globalen Aktienstrategie der Unicredit Group. "Aber auch im vierten Quartal werden die Gewinnschätzungen von den Unternehmen übertroffen werden." Analysten rechnen mit einem Zuwachs von knapp drei Prozent. Thomas Schüssler, Fondsmanager bei der DWS, fürchtet keine bösen Überraschungen: "Die Messlatte hängt nicht besonders hoch."
Gründe für die erhofften guten Zahlen gibt es viele: Die Wirtschaft befindet sich nicht mehr im freien Fall wie vor einem Jahr. Dank üppiger Rettungspakete für Banken und Konjunktur ist die Wirtschaft zwar noch nicht gesund, aber sie wächst wieder. Das kommt auch den Unternehmen zugute. "Die Industrie fasst Tritt, es wird wieder mehr produziert, der Umsatz steigt", sagt Schwarz. "Es sind noch nicht die großen Sprünge, aber es geht voran." Besonders eindrucksvoll war die Erholung in der schwer gebeutelten Stahl- und Chemieindustrie.
Personalkosten rigoros reduziert
Vor allem aber wurden die Gewinne getrieben von den Maßnahme zur Kostensenkung, die US-Unternehmen diesmal besonders früh und rigoros durchgesetzt haben: Am auffälligsten ist das bei den Personalkosten, die erfolgreich gedrückt wurden, was der amerikanischen Wirtschaft ein kleines Produktivitätswunder bescherte. "Auf dieser günstigen Kostenbasis können die Unternehmen leicht von einer Belebung der Nachfrage profitieren", sagt Schwarz. Der Preis dafür: Die Arbeitslosenquote hat sich auf rund zehn Prozent verdoppelt.
Mehr Aufträge und schlankere Strukturen helfen den Firmen. Zudem erfreut sich so mancher Konzern wachsender Preismacht. Viele Manager zögern noch immer, große Lagerbestände aufzubauen.
Es gibt keine Ladenhüter mehr, die sie unter großen Preiszugeständnissen verkaufen müsste. Kommen neue Aufträge herein, muss die gewünschte Ware erst produziert werden. Deshalb gibt es hier und da wieder Spielräume für höhere Preise, zum Beispiel in der Technologiebranche.
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Demonstrationen in Hamburg
Na, wenn das nicht ein Freibrief erster Klasse für die selbsternannten Anal-ysten und Wirtschaftsversteher ist, genauso weiterzumachen wie bisher auch. Deren "Bewertungen" waren bisher nicht das Papier wert, auf dem sie standen und sie werden es auch in Zukunft nicht sein, weil diese Leute keinerlei Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen haben. Sie wollen nur ihren eigenen irrigen Ansichten Glaube schenken und ihre Kaffeesatzleserei bringt jedes Wirtschaftssystem zum Zusammenbruch. Alleine auf "Erwartungshaltung" aufgebaute Einschätzungen echter Zusammenhänge sind Humbug.
Genau das haben uns die letzen beiden Jahre gelehrt!