Die Eigentümer der WestLB haben in einer eilig einberufenen Sitzung über eine Milliardenhilfe für das krisengeschüttelte Institut beraten. Dabei ging es auch um den Abbau von bis zu 2000 Stellen. Damit wären bis zu einem Drittel der 5900 Mitarbeiter vom Jobverlust bedroht.
Die US-Immobilienkrise hat bei deutschen Banken zu neuen Verlusten geführt. Die Eigentümer der WestLB berieten am Sonntagabend über eine Milliardenhilfe für das krisengeschüttelte Institut. Dabei ging es auch um den Abbau von bis zu 2000 Stellen. Zuvor war bekannt geworden, dass die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) einen massiven Gewinnrückgang verkraften muss. In der Branche wird fest damit gerechnet, dass viele Banken weitere Abschreibungen vornehmen müssen.
Am Markt für US-Hypothekendarlehen verspekuliert: die WestLB. (© Foto: ddp)
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Die WestLB und die LBBW hatten sich wie viele Institute in anderen Ländern auch am Markt für US-Hypothekendarlehen verspekuliert. Weil viele Amerikaner ihre Kredite wegen steigender Zinsen nicht mehr zurückzahlen können, haben die Banken weltweit mittlerweile einen dreistelligen Milliardenbetrag verloren. Die Verluste werden erst mit Verzögerung bekannt, weil die Institute die Geschäfte oft außerhalb ihrer Bilanz geführt haben und der Überblick fehlt. Diese Praxis ist derzeit noch möglich.
Nach Angaben aus Eigentümerkreisen muss die WestLB ihre Kreditwerte um 1,2 Milliarden Euro berichtigen. Insgesamt benötige die drittgrößte Landesbank in Deutschland bis zu zwei Milliarden Euro neues Kapital, hieß es. Eigentümer der WestLB sind das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Sparkassen und Kommunen in NRW. Ihre Vertreter trafen sich am Sonntagabend in der Zentrale der Kölner Kreissparkasse, um über Kapitalhilfen zu beraten. Ursprünglich war nur eine Kapitalerhöhung von 700 Millionen Euro geplant gewesen.
Eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Finanzministeriums sagte, alle Eigentümer würden ihren Teil zur Sanierung der WestLB beitragen. Damit könnte rein rechnerisch eine Belastung von mehr als 700 Millionen Euro auf das Land zukommen. Bisher ist im Landeshaushalt mit seinem Volumen von 50,8 Milliarden Euro kein Geld für eine Kapitalerhöhung vorgesehen. Deshalb ist ein Nachtragshaushalt wahrscheinlich.
Deutliche Spuren hinterlässt die Finanzmarktkrise auch in der Bilanz der LBBW. Deren Reingewinn brach aufgrund von Wertberichtigungen für 2007 auf 300 Millionen Euro ein. Um ihr Versprechen zu halten, trotz Krise nicht in die roten Zahlen zu rutschen, musste die größte deutsche Landesbank kräftig in ihre Rücklagen greifen. Bereits im November hatte die LBBW Abschreibungen von gut 800 Millionen Euro angekündigt. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel sollen sich die Berichtigungen mittlerweile auf 1,7 Milliarden Euro belaufen. Dies wollte ein Unternehmenssprecher am Sonntag allerdings nicht bestätigen.
Erst vor wenigen Tagen hatte die Münchner Hypo Real Estate, die zuvor jede nennenswerte Verwicklung in die Krise abgestritten hatte, Abschreibungen auf ein US-Wertpapier-Portfolio in Höhe von 390 Millionen Euro bekannt gegeben. Seitdem wird in der deutschen Bankenszene darüber gegrübelt, was in den nächsten Wochen bei anderen Kreditinstituten noch ans Licht kommen wird. Gerüchte gab es bereits über eine Sonderabschreibung der Commerzbank oder der Aareal Bank. Nach Angaben der Ratingagentur Moody's ist der Wert vieler Wertpapiere, die an die Entwicklung des US-Hypothekenmarkts geknüpft sind, mittlerweile auf die Hälfte ihres ursprünglichen Werts geschrumpft.
Die Immobilienkrise in den USA hat auch das Bundesfinanzministerium auf den Plan gerufen, das die Situation nach Angaben eines Sprechers genau beobachtet. "Noch lässt sich nicht seriös sagen, welche Spuren die Krise noch hinterlassen wird", sagte er. "Das Thema wird uns aber in jedem Fall noch eine ganze Weile beschäftigen."
(SZ vom 21.01.2008/Reuters/jkr)
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Die Geier verhungern als letzte.
Lt. Spiegel-Online von heute: "Die Kluft wird größer: In Deutschland wächst der Abstand zwischen Arm und Reich - schneller als im Rest Europas. Inzwischen ist jeder achte akut von Mittellosigkeit betroffen. Vor allem für Ältere steigt das Risiko."
Schlage vor: Organisiert Busreisen solcher armen Menschen und laßt Sie - mit heißen Getränken und mit großzügiger Verköstigung am Rande der Demo - mal je 1 Tag vor der West LB und vor der Frankfurter Börse lautstark agieren. Wenn dann irgend so ein Kofferträger mit weißem Hemkragen nach dem "Warum" fragt, bitte zurückfragen: "Mit welchen Geldern agiert Ihr Finanzschmarotzer weltweit täglich ? Habt Ihr dies mit harter Arbeit generiert oder habt Ihr nur Eure Schlitzohrigkeit eingesetzt, während sich andere täglich wirklich in Wertschöpfung bemüht haben ?" Wenn dies dann immer noch nicht kapiert wird, ... - muß jetzt enden, sonst schlägt die Netikette wieder zu !
Die Schreckensherrschaft der Roten Khmer unter Pol Pot in Kambodscha zeichnete sich durch einen skurilen Einfall aus: Man fing alle Personen mit Brille ein, unterstellt, dies seien keine wirklich wertschöpfenden Arbeiter und brachte diese schlichtweg um.
Nun ganz so grausam sollte man nicht vorgehen, jedoch folgenden Vorschlag mal durchdenken: Wie wäre es, die unappetitlichen Finanzjongleure weltweit einzufangen (man erkennt Sie leicht, diese Spezies "Mensch"), sagen wir dann 10 Jahre Arbeit in einem Steinbruch verordnen, um dann festzustellen, daß sich die Welt doch etwas positiver verändert hat. Steuerzahler sollten jedoch keinesfalls für Fehlspekulationen aufkommen, wie dies derzeit i.S. WestLB diskutiert wird eine Frechheit !
Kann nur zustimmen, was Sie schreiben: Es ist um keinen einzigen Arbeitsplatz von Bankern und Spekulanten schade, dem brauchen wir nicht nachtrauern. Raus aus den Glastürmen, hoffentlich nicht mit allzu vollen Konten, damit das Anstellen bei Hartz IV auch noch etwas Unruhe stiftet bei diesen Kerlen. Schade nur, daß die wirklich Gerissenen dieser Sorte längst ihr Schäfchen im Trockenen haben. Da hilft nur hoffen und beten, daß sich diese Spezies auch noch kräftig vergallopiert. Das einzige, was diese Vorturner von den echten Zockern unterscheidet ist: Ein nobles Anzüglein mit Kravatte, etwas vorgefertigtes Finanzgequatsche, statt "Rot" und "Schwarz", "Pair" und "Unpair" spricht man von Volatilität, von DAX hoch, DAX runter, DAX seitwärts (besonders schön), und was bei diesen Kofferträgern ganz wichtig ist: Stets "straight" z.T. betrügerisch mit Leasing-PKWs durch die Welt strebend. Vor ca. 1 Jahr hat man einen solchen (ehemals "erfolgreichen") Börsenspekulanten beim wiederholten Zechprellen in vornehmen (anders geht's ja nicht) NRW-Lokalen erwischt - eben windige Bürschen, die auf Kosten arbeitender Menschen ihre Taschen vollstopfen möchten. Um keinen einzigen dieser unappetitlichen Kaste ist es schade, egal in welchen Etagen sitzend (ob ganz oben oder etwas darunter).
Es ist immer das Gleiche: Finanzmanager (meist windige Bürschchen) stopfen sich weltweit die Taschen voll, dumme, sich täglich quälende Menschen zahlen letztlich die Zeche. Wenn es stimmt, daß inzwischen ca. 90 % des um den Globus vagubierenden Kapitals reine Spekulationstransfers sind, sich somit nur noch ein kleiner Teil auf die Finanzierung von Produkten und Dienstleistungen bezieht, kann man sich vorstellen, welche Blasen hier aufgebaut werden und welch schmutzige Akteure am Werkeln sind. Einfach - mit Verlaub - ein unappetitliches Gesindel, die sich letztlich zum Nachteil der arbeitenden Menschen bei solchen Transaktionen klammheimlich die Taschen vollstopfen. Man müßte, wie in normalen Fällen von Kriminalität, bei solchen Zusammenbrüchen exakt recherchieren und Gelder von diesen windigen Bürschchen abschöpfen, anschließend in den Knast stecken. Mehr haben diese parasitären Kerle einfach nicht verdient. Jeder Handwerker, jeder Pförtner, jede Krankenschwester sind höher einzuschätzen als diese Kerle, die bandenmäßigen Diebstahl betreiben. Weniger Börsenspiele auf einschlägigen Sendern, weniger Finanzgeschwafel in Modestudiengängen wie z.B. dem MBA - der Welt würde Vieles erspart. So wird dieser unappetitliche Nachwuchs systematisch "nachgezüchtet".
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