Der kanadische Anbieter RIM darf seinen populären Blackberry-Dienst für den drahtlosen E-Mail-Verkehr weiter betreiben - vorerst.

Ein US-Gericht lehnte am Freitag in dem Patentstreit eine sofortige Einstellung des Dienstes ab, von dem mehrere Millionen Kunden betroffen gewesen wären.

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Die zigarettenschachtelgroße, schwarze Brombeere, die drahtloses Emailen und Internet-Surfen in fast allen Lebenslagen ermöglicht, ist weltweit zum Kultobjekt geworden.

Doch die Wundermaschine aus Kanada hat ein Problem. Sie hat angeblich mehrere Väter. Die amerikanische Firma NTP wirft dem kanadischen Hersteller "Research in Motion" (RIM) vor, eine Technik für den drahtlosen E-Mail-Versand zu nutzen, die eigentlich NTP gehört.

US-Regierung verfolgte das Urteil gespannt

Es gebe keine eindeutigen Hinweise darauf, dass RIM Patente des Unternehmens NTP verletzt habe, erklärte das Gericht. Zudem forderte es beide Firmen auf, den Streit außergerichtlich beilegen.

Die Aktien von Research In Motion (RIM) stiegen nach dem Entscheid um acht Prozent auf rund 75 Dollar. RIM-Anwälte hatten argumentiert, es gebe ein ungewöhnlich großes öffentliches Interesse an einem Fortbestehen der Dienste für Mitarbeiter der Regierung und nationaler Sicherheitsdienste.

Das US-Justizministerium hatte sich bereits gegen eine Schließung ausgesprochen. Dem Ausgang des Verfahrens blickte auch die US-Regierung nervös entgegen. Denn unter den etwa vier Millionen amerikanischen Blackberry-Kunden sind Zehntausende Regierungsangestellte.

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(sueddeutsche.de/AFP)