US-Flugzeugbauer Boeing will Hunderte Jobs streichen

Wegen massiver Probleme mit seinem Prestigeflugzeug "Dreamliner" streicht Boeing offenbar Hunderte Jobs. Betroffen sind diejenigen, die wohl am wenigsten für die Pannenserie verantwortlich sind - die Leiharbeiter.

Die massiven Probleme des US-Flugzeugbauers Boeing mit seinem Prestigeflieger Dreamliner bekommen nun offenbar auch die Beschäftigten des Konzerns zu spüren. Im Werk North Charleston im US-Bundesstaat South Carolina sollen Hunderte Jobs gestrichen werden, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise. Insgesamt arbeiten dort mehr als 6000 Angestellte. Der Stellenabbau hat dem Bericht zufolge schon begonnen und könnte im Laufe des Jahres bis zu 20 Prozent des Personals treffen.

Vor allem die Leiharbeiter sind betroffen. Da die Arbeiterschaft in dem Werk in South Carolina nicht gewerkschaftlich organisiert ist, konnte Boeing flexibel Zeitarbeiter einstellen, so das Wall Street Journal. Der Stellenabbau gehört zu einem langfristigen Plan des Konzerns Kosten zu reduzieren. Angeblich wurde dieser beschlossen, bevor es zu dem Flugverbot für den Dreamliner kam.

Die US-Flugaufsicht FAA hatte Mitte Januar nach einer Pannenserie ein weltweites Flugverbot für die insgesamt 50 Boeing 787 Dreamliner verhängt. Grund sind die eingebauten Lithium-Ionen-Batterien, die in Brand geraten können. Nach Einschätzung der FAA liegt eine Aufhebung des Flugverbotes noch in weiter Ferne. Wie sich der Stellenabbau auf die Arbeiten am Dreamliner auswirken, ist noch unklar. Immerhin ist das betroffene Werk wesentlich an der Herstellung des Flugzeugs beteiligt.