Der US-Autohersteller hängt am Tropf des Staates. Jetzt hat das Unternehmen offiziell vor der eigenen Insolvenz gewarnt. Die Börse reagiert panisch.
Dies gelte für den Fall, dass das Unternehmen die Verluste nicht beschränken und keine neuen Barmittel generieren könne, hieß es im bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Jahresbericht.
Die Pleite von General Motors scheint kaum noch abwendbar: Die Anleger reagieren panisch (© Foto: dpa)
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Es gebe keine Sicherheit, dass sich die weltweiten Automärkte erholten und es nicht zu einem weiteren deutlichen Abschwung kommen werde, hieß es weiter.
Der Automobilhersteller hat insgesamt bis zu 30 Milliarden Dollar an Staatskrediten beantragt, um die Krise zu überstehen.
Wegen der Zweifel über den Fortbestand des Konzerns brach der GM-Kurs an der Wall Street massiv ein. Zeitweise lagen die Papiere des Autokonzerns mehr als 15 Prozent im Minus.
Verheugen will Europa-Treffen
Unterdessen ringen in Deutschland Bundesregierung und Opel um den Fortbestand des Rüsselsheimers Unternehmens.
Die Bundesregierung hält das Opel-Rettungskonzept für unzureichend und erhöht den Druck auf den angeschlagenen Autobauer. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) warf am Donnerstag dem Management eine mangelnde Informationspolitik vor, die weiter keine "belastbare" Grundlage für politische Entscheidungen sei.
Möglicherweise kommen Bundesregierung und Opel-Management noch in dieser Woche zu Spitzengesprächen zusammen. Nach dpa-Informationen enthält das Sanierungskonzept von Opel allerdings keine belastbaren Zahlen über Stellenstreichungen. Opel wies bereits Berichte über den Abbau von rund 7600 Stellen in Deutschland zurück.
Der Vorstoß von EU-Industriekommissar Günter Verheugen für ein Sondertreffen aller betroffenen EU-Länder mit Opel-Werken stößt in der Bundesregierung auf Skepsis.
Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hält ein solches Treffen erst dann für sinnvoll, wenn der US-Mutterkonzern General Motors (GM) vorher seine genauen Pläne für Europa offenlegt. "Es sind viele Fragen weiterhin ungeklärt." In den Gesichtern seiner europäischen Kollegen sehe er viele Fragezeichen, sagte Guttenberg.
Die Bundesregierung will sich nach Aussage von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) in die Entwicklung eines tragfähiges Sanierungskonzept einschalten. Dies hätten CDU/CSU und SPD vereinbart.
Mehrere Szenarien
"Wir haben den Eindruck, dass da doch etwas mitgeholfen werden muss, um ein Konzept zu entwickeln. Das wollen wir tun", sagte Kauder der ARD. Die Koalitionsrunde sei sich einig gewesen, dass die bisher von der Opel-Führung vorgelegten Pläne nicht ausreichten, um eine abschließende Beurteilung vornehmen zu können.
Steinbrück sagte, vor Entscheidungen über Staatshilfen gehe es darum, eine Lageanalyse auszuarbeiten, verschiedene "Szenarien" zu entwerfen und Handlungsoptionen zu ergreifen. Richtung Union warnte er, über Zehntausende von gefährdeten Arbeitsplätzen in dem Konzern und bei den Zulieferern einfach "hinweg zu hudeln" oder ständig ordnungspolitische Bedenken vorzubringen.
CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer sagte, Art und Umfang einer staatlichen Hilfe blieben weiter in der Schwebe. Auffassung der Union sei es jedenfalls, unbedingt Wettbewerbsverzerrung zu verhindern. "Niemand darf glauben, dass ein Unternehmen nur groß genug sein muss, um vom Staat gerettet zu werden", sagte Ramsauer. Dennoch sei in der Koalitionsrunde der Daumen für staatliche Hilfen nicht gesenkt worden. "Unsere Hand bleibt ausgestreckt", sagte Ramsauer.
Das Opel-Management und der Betriebsrat hatten am Montag ihren Rettungsplan der Bundesregierung vorlegt. Danach hieß es, es müssten noch zahlreiche Punkte geklärt werden. Das Konzept, das eine eigenständige europäische Gesellschaft vorsieht, wird in den nächsten Wochen gründlich geprüft. Hilfen sollen auch vom Vorgehen des von der Insolvenz bedrohten Mutterkonzerns und der US-Regierung abhängen.
Opel: 3500 Jobs in Gefahr
Opel erwartet allein vom Staat Hilfen von 3,3 Milliarden Euro. Neben staatlichen Hilfen von 3,3 Milliarden Euro erwartet Opel drei Milliarden Euro von GM. Zudem sollen eine Milliarde eingespart werden. Der Beitrag möglicher Investoren ist offen. Opel hat allein in Deutschland an den Standorten Rüsselsheim Bochum, Eisenach und Kaiserslautern insgesamt rund 25.000 Beschäftigte.
Ein Opel-Sprecher unterstrich, der Sanierungsplan sehe - wie bereits bekanntgegeben - den Abbau von 3500 Stellen in Europa vor. "Wenn man die 4100 Stellen bei Saab dazuzählt, die allerdings nicht mehr im GME-Verbund eingerechnet werden, dann landet man bei dieser ominösen Zahl", sagte er zu Berichten über einen stärkeren Abbau.
Der Autobauer bleibe auch dabei, wonach die Belegschaft einen Kostensenkungsbeitrag von knapp einer Milliarde Euro leisten solle.
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(sueddeutsche.de/dpa/hgn/tob)
Linke mit neuer Führung
Steinbrück erinnert in seiner Wortwahl der Belastbarkeit an das Modell der Verletzlichkeit eines jeden mit seinem medizinischen Bedeutungshof. Danach steigt die Verletzlichkeit an und die Belastbarkeit nimmt entsprechend ab, bearbeitet man Fragen von anderen und nicht seine eigenen. Wenn man so will, verlangt die Bundesregierung von Opel, dass es ausgeschlossen ist, gleichsam den Bund für die bei Opel aufgeworfenen Fragen knechten zu lassen und dieser zugleich nicht mehr dazu kommt, seine eigenen zu beantworten. Am Ende eines solchen Verfahrens hätte Opel den Bund platt gemacht. Insofern ist es nur billig, wenn die Bundesregierung darüber Aufschluss möchte, ob tatsächlich rund 25.000 Beschäftigte der Adam Opel GmbH in absehbarer Zeit aufbrechen, zu versuchen den über 80 Mio. Wohnbevölkerung allein in Deutschland gleichsam die Luft 'raus zu lassen.
Ich glaube nicht, dass in der jetzigen Situation (bereits eingetretener oder drohender Arbeitsplatzverlust) die Leute genügend der neuen und sparsamen Autos kaufen würde um GM oder die anderen Firmen über Wasser zu halten.
Machen wir uns nichts vor: Wäre die Wirtschaftskrise nicht würden u.a. die Amis weiterhin ihre großen Autos fahren und auch kaufen.
So ein Quatsch, Heidi hat haargenau recht. Sämtliche Autos, die auf dieser Welt gebraucht werden, werden auch hergestellt werden, ganz egal, ob da auf manchen Opel drauf steht oder nicht. Und wenn sich unsere "Premiumhersteller" nicht daran gewöhnen, dass auch sie kleinere, sparsamere und umweltfreundliche Autos herstellen müssen, dann werden sie ein ähnliches Schicksal wie GM erleben.
Könnte klappen. Das mit der Rettung. Wenn man die neue geopolitische Lage richtig einschätzen nicht nur würde sondern überhaupt könnte. Dazu müsste man Mut aufbringen, rationale Denkstrukturen entwickelt haben und neuerdings Gottvertrauen den Stierjüngern und gedrillten Technokraten predigen.
Tipp: Im Marketing: Gesundes Schrumpfen. Bibel: Fasten. Konfuzius: Keine Ahnung.
Wären da nicht die Falken, gerade die, die dem Stier seine Potenz nahmen, rechtzeitig zum Jahr des Ochsen. QIN QIN QIN
Steuergelder für Opel müßten unter der Deutschen Gesetzgebeung unter dem Straftatbestand der KOnkursverschleppung und der Untreue untersucht werden. Hierzu sollte die Immunität von Frau Merkel und Herrn Steinmeier sowie die von Herrn Rüttgers aufgehoben werden.
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