Ein 15-Milliarden-Dollar-Paket soll den amerikanischen Autokonzernen vorerst das Überleben sichern. Wirtschaftsnobelpreisträger Krugman läutet bereits das Sterbeglöckchen.
Die Vereinigten Staaten wollen einen Staatskommissar zur Rettung der Autoindustrie einsetzen. Die Mehrheit im Kongress ist bereit, 15 Milliarden Dollar bereitzustellen, um den Konzernen vorerst das Überleben zu sichern. Deutsche Autofirmen kürzen erneut die Produktion.
Chrysler hofft wie GM mit Staatsgeldern aus der Krise zu kommen. (© Foto: AFP)
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Republikaner und Demokraten im Kongress haben das ganze Wochenende über den Entwurf für ein Rettungsgesetz verhandelt, der noch im Laufe des Montags vorliegen soll. Wichtige Details des Gesetzes waren bis zuletzt umstritten.
Die Chefs von General Motors, Rick Wagoner, und Chrysler, Robert Nardelli, hatten bei einer Anhörung im Kongress vorige Woche ausgesagt, sie bräuchten zusammen 14 Milliarden Dollar, um bis zum 31. März die Zahlungsfähigkeit zu sichern. Beide erklärten sich bereit, die Konzerne zu fusionieren, falls dies eine Voraussetzung für Hilfe sein sollte. Insgesamt fordert die Autoindustrie 34 Milliarden Dollar.
Der künftige US-Präsident Barack Obama forderte die Chefs der drei großen Autokonzerne auf, ihre Unternehmen umzustrukturieren oder zurückzutreten. Die angeschlagene Automobilindustrie müsse begreifen, dass sie nicht so weiter machen können wie bisher, sagte Obama am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Chicago. Wenn das derzeitige Management in der Autobranche den Ernst der Lage nicht verstehe, sich nicht auf die neuen Umstände einstelle und keine schwierigen Entscheidungen treffe, müsse es gehen. Anders sehe es aus, wenn die Konzernchefs ein Einsehen hätten und sich für die erforderlichen Änderungen einsetzten, fügte er hinzu.
Der diesjährige Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman vertrat unterdessen die Ansicht, dass die US-Automobilindustrie ohnehin nicht mehr zu retten sei. Das Rettungspaket bezeichnete er als kurzfristige Lösung. Sie sei Folge eines "Mangels an der Bereitschaft, mitten in einer Wirtschaftskrise das Scheitern einer großen Industrie zu akzeptieren"
Falls das Hilfspaket zustande kommt, soll ein Staatskommissar mit weitreichenden Befugnissen dessen Umsetzung überwachen. In einem Entwurf des Weißen Hauses ist von einem "Berater für finanzielle Überlebensfähigkeit" die Rede, der dem Wirtschaftsminister unterstellt sein soll. US-Medien gaben dem Kommissar den Titel "Auto-Zar". Er soll kurzfristige Kredite freigeben und die Bedingungen für Hilfen regeln. Umstritten ist, wer diesen Kommissar benennt.
Geeinigt haben sich Demokraten und Republikaner im Kongress über die Frage, wo das Geld für die Nothilfe herkommen soll. Die Demokraten hatten zunächst gefordert, das 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket für die Banken zu nutzen. Jetzt willigten sie ein, dass dafür ein Topf geleert wird, der eigentlich dafür vorgesehen war, energiesparende Autos zu fördern. Trotzdem bleibt die Nothilfe im Kongress extrem unpopulär. Viele Republikaner lehnen das Paket ab. Der einflussreiche Senator Bob Corker aus Tennessee fordert unter anderem, dass auch Besitzer von Anleihen der Konzerne zur Sanierung beitragen und dass die Löhne in Detroit auf das Niveau in den Fabriken ausländischer Autohersteller in Amerika gesenkt werden.
Glos will US-Vorbild nicht folgen
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) lehnte ein Hilfspaket für die deutsche Autoindustrie nach US-Vorbild ab. "Unsere Autokonzerne haben gegenüber den amerikanischen (...) einen technologischen Vorsprung, den man auch mit 40 Milliarden Dollar nicht ausgleichen kann", sagte er der Bild am Sonntag.
In der deutschen Autoindustrie verschärfte sich die Lage weiter. Der BMW-Konzern verlängerte die Weihnachtsferien seines Münchner Werkes, für die drei Wochen vorgesehen waren, um fünf Werktage. Schon vorher hatte der Konzern mitgeteilt, die Produktion in allen Werken über Weihnachten so zu drosseln, dass die Fertigung um 65 000 Fahrzeuge pro Jahr verringert werde. Über mögliche weitere Einschränkungen will der Konzern in der zweiten Januarhälfte entscheiden. Auch bei Mercedes müssen sich die Mitarbeiter auf längere Pausen einstellen.
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(SZ vom 08.12.2008/beu)
Machtkampf in der Linken
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Vergesst das falsche Krugman-Zitat !
Pauls Krugman schreibt in seinem heutigen Blog in der New York Times:
December 8, 2008, 1:49 am
Me, misreported
Urk. I gather that theres a report on the wires quoting me as saying that the US auto industry would disappear. What I actually said was that the concentration of the
industry around Detroit would disappear.
And did I really say me and my colleagues? I guess its possible but that doesnt sound like I speaking.
Das Zitat Der diesjährige Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman vertrat unterdessen die Ansicht, dass die US-Automobilindustrie ohnehin nicht mehr zu retten sei. ist also falsch.
Er wird das wahrscheinlich in seiner heutigen Rede vor dem Nobel-Komitee in Stockholm richtigstellen.
Krugmans Meinung zur Rettung der Detroiter Autoindustrie durch den Staat hat er in einem Interview mit Alison Stewart in der Rachel Maddow Show am 22.11.2008 gesagt (Frage: Should the auto industry receive a $25 billion bailout ? - Antwort Krugman: I think it should be rescued):
STEWART: I know this is complex and layered but I hope you will permit to start with a basic choice. Should the auto industry receive a $25 billion bailout, or should it be allowed to fail and file Chapter 11 bankruptcy?
KRUGMAN: I think it should be rescued. And its not, you know, a less deserving bunch of chief executives who would be hard to find. And industry - its been badly run. Lots of bad decisions. But you want to, you know, sort of off-handedly take the chance of letting this thing really disappear.
Also: Krugman ist für die Rettung der Arbeitsplätze von Detroit durch die US-Regierung.
Voller Wortlaut des Interviews:
http://www.automoblog.net/2008/11/22/what-a-nobel-laureate-thinks-about-detroit-bailouts/
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Die SZ hat das Ergebnis von Stiller Post geschrieben: durch Falschzitat, Übersetzung und Weitergabe weiter verfälschte Information.
Stimme völlig mit Ihnen überein: Fossile Brennstoffen gehen uns aus!!!1.) die Regierung muß reagieren und sollte die Autoindustrie verbieten Autos zu bauen, die mehr als 7 Ltr. p/Km verbrauchen. 2.) Der Hubraum sollte auf 2 Ltr. beschrenkt werden, die PS Stärke ebenso auf max. 120 für Diesel und Benziner. 3) KFZ Steuer erheblich anheben für Autobahnmonster und Klimakiller (Audi Q5., Porsche Chaenne, VW Touareg) die mehr als 135 gramm Co2 in die Luft pusten. 4.) Werbung verbieten die für unsere Gesundsein und Wohlbefinden eine direkte Gefahr sind! Wenn die Klimawissenschaftler jetzt schon die Regierungen warnen, dass der Arltis unaufhaltsam verschwindet, sind unserer Kinder in Gefahr → Bremen, hamburg sind in 60 mJahren nicht mehr auf der Landkarte zu sehen, was für Hinweise brauchen wir noch mehr, die Notbremse zu ziehen, und endlich mal Vernüftig zu werden? Die Gier ist nicht nur im Bankensystem zu finden, auch in der Auto-Industrie,.
sind unsere Kinder jetzt schon in Gefahr, mehr Stürme, und der Meeresspiegel steigt unaufhörlich!, -----Bremen, Hamburg sind in 50-70 Jahre nicht mehr auf der Landkarte zu sehen!
Das ist ja interessant. Da brauchen die amerikanischen Autobauer nach eigenen Einschätzungen 34 Millarden Dollar. Nach garadezu peinlichen Verhören und Behandlungen wie die Schulbuben, bekommen sie gerade mal die Hälfte und müssen zunächst sehen damit auszukommen.
Einer BayernLB, die wertmässig noch nicht einmal die Kunden-Toilette eines Autohändlers in der Provinz ausmacht und völlig überflüssig ist, steckt man 34 Milliarden Euro (Eoro, nicht Dollar) in den Rachen. Dabei können dierse Trottel ihre Verluste ohnehin nicht genau spezifizieren und überraschen fortwährend mit neuen Horrormeldungen.
Kommt dann eine Bank die verkündet man brauche keine Hilfen vom Staat, ja man lässt sogar verlauten man würde sich schämen (angesichts des Gehalts des Vorstandes auch angemessen) solches Geld zu nehmen, wird eine solche Bank als unsolidarisch bezeichnet.
So sind sie eben unsere Politiker, duch und durch unfähig und beileibe keine verantwortungsvollen Vertreter des Volkes. Wir werden von leeren Flaschen regiert (die Nicht-Regierungs Parteien sind dazu noch wesentlich schlechter), die nur eines können_Geld ausgeben und nochmals Geld ausgeben,
Paging