US-Auftrag an Airbus Sarkozy - ergriffen von sich selbst
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Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sieht den milliardenschweren Rüstungsauftrag für den EADS-Konzern in den USA als direkte Folge seiner Politik.
Niemand könne "auch nur eine Minute glauben", dass der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern den Zuschlag für die Lieferung von Tankflugzeugen für die US-Luftwaffe vor seinem Amtsantritt bekommen hätte, sagte Sarkozy der Zeitung Le Figaro vom Donnerstag.
Damals habe noch ein "Klima der Spannungen zwischen Amerikanern und Franzosen" geherrscht. Dies zeige den Erfolg seiner Strategie, gegenüber Washington nach der Verstimmung wegen des Irakkrieges eine Annäherung zu suchen, erläuterte Sarkozy.
"Keine Verlegung von Arbeitsplätzen"
Die US-Luftwaffe hatte EADS am Freitag vergangener Woche den Zuschlag für die Lieferung von 179 Tankflugzeugen des Typs KC-45A gegeben. Dem Airbus-Mutterkonzern gelang damit mitten im Präsidentschaftswahlkampf überraschend der Einstieg in den US-Rüstungsmarkt, den der Erzrivale Boeing beherrscht.
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Der Wert des Auftrages liegt bei 35 Milliarden Dollar (23 Milliarden Euro). EADS erklärte am Mittwochabend, der Vertrag werde "keine Verlegung von Arbeitsplätzen" von Europa in die USA zur Folge haben.
Empörung in den USA
Auf der anderen Seite des Atlantiks versuchte das US-Unternehmen Northrop Grumman, das sich mit EADS verbündet hatte, die Wogen zu glätten.
Durch den Auftrag würden 2000 neue Arbeitsplätze in den USA entstehen, erklärte das Unternehmen. Insgesamt werde der Zuschlag zur Sicherung von 25.000 Jobs in den Vereinigten Staaten beitragen.
In den USA hatte die Entscheidung für EADS Empörung ausgelöst. Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hatte am Montag eine Untersuchung des Großauftrags gefordert.
Der Republikaner Duncan Hunter, Mitglied der Armeekommission des US-Repräsentantenhauses, hatte beklagt, die Entscheidung werde mehr als 100.000 US-Arbeitsplätze kosten.