Die Angst vor Börsenpanik: verflogen. Der Kollaps der Euro-Zone: abgewendet. Deutschlands Verfassungsrichter billigen den Euro-Rettungsschirm so wie er ist - und die Politiker atmen auf. Ändern muss sich aber dennoch etwas.
Europas Politiker können aufatmen: Das Bundesverfassungsgericht hat die Hilfe für Griechenland und den EU-Rettungsschirm gebilligt. Die Karlsruher Richter verwarfen die Verfassungsbeschwerden des CSU-Politikers Peter Gauweiler und einer Gruppe von Professoren um den Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider. Zwar muss der Bundestag künftig bei der Euro-Rettung besser eingebunden werden, der große Knall jedoch blieb aus. Damit ist die Stabilität des Euro-Rettungsschirms vorerst gesichert. Das Urteil sorgt am Devisenmarkt für Erleichterung: Der Euro schoss nach der Bekanntgabe der Entscheidung kurz steil nach oben, fiel dann aber wieder leicht. Der Dax gewann zeitweise rund drei Prozent.
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Ohne Erfolg vor dem Bundesverfassungsgericht: Die Klage der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler Wilhelm Nölling (von links), Karl Albrecht Schachtschneider, Wilhelm Hankel und Joachim Starbatty gegen den Euro-Rettungsschirm wurde abgewiesen. (© dpa)
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Die Klage hatte sich gegen das erste Griechenland-Hilfspaket sowie den im Mai 2010 beschlossenen Euro-Rettungsschirm gerichtet. Deutschland bürgt dabei mit insgesamt rund 170 Milliarden Euro - die Kläger sahen dadurch das Haushaltsrecht des Bundestags verletzt. Durch die enorme Haftungssumme würde im Krisenfall die Haushaltsplanung des Bundestags extrem belastet. Die Verfassungsrichter jedoch waren anderer Meinung: Es könne nicht festgestellt werden, dass die Höhe der Bürgschaften die haushaltswirtschaftliche Belastungsgrenze derart überschreite, dass die Haushaltsautonomie völlig leerliefe. Eine Obergrenze für die künftige Höhe von Bürgschaften setzte das Verfassungsgericht nicht fest.
Entsprechend erleichtert reagierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie sehe sich durch das Urteil in ihrer Euro-Krisenpolitik "absolut bestätigt", sagte sie bei der Haushaltsdebatte im Bundestag. Ihre Rede war extra nach hinten verschoben worden, damit sie direkt auf die Entscheidung aus Karlsruhe reagieren konnte - schließlich hätten die Verfassungsrichter mit ihrem Urteil auch die gesamte Euro-Zone in die Krise stürzen können.
"Eine Sternstunde für das Parlament"
Hätten sie den Rettungsschirm für nichtig erklärt, hätte dies massive Folgen gehabt: Bereits gezahlte Kredite hätten rückabgewickelt werden müssen, Deutschland wäre als maßgeblicher Zahler und Bürge ausgefallen. Der aktuelle Rettungsschirm EFSF hätte nach Einschätzung von Finanzexperten die Bonitätsnote AAA verloren.
Nun kommt alles anders - und die schwarz-gelbe Regierungskoalition jubelt. Das Urteil sei eine "Sternstunde für das Parlament", sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). "Das Königsrecht des Parlaments, über Einnahmen und Ausgaben des Staates zu entscheiden, ist heute gestärkt worden", sagte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).
Ihr Parteikollege Otto Fricke deutet das Urteil als "klare Absage" gegen die Einführung von gemeinsamen Anleihen der Euro-Staaten, den sogenannten Euro-Bonds, "da hierdurch unabsehbare Belastungen auf den Bundeshaushalt zukommen könnten". Auch nach Ansicht von CSU-Chef Horst Seehofer sind die Bonds durch das Urteil vom Tisch. "Deutschland sagt ja zu Europa und ja zu solidarischen Hilfen."
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Großprojekte in Berlin
Es ist ein Trauerspiel, was die Süddeutsche Zeitung zur gefährlichsten politischen Entwicklung der letzten 50 Jahren absondert. Ob für die Art der Berichterstattung mangelndes Problembewußtsein oder redaktionelle Vorgaben verantwortlich sind, kann ich nicht beurteilen. Fest steht, daß sie der Tragweite der jüngsten Ereignisse in keiner Weise gerecht wird. Dies enttäuscht mich umso mehr, als ich die Süddeutsche Zeitung bislang stets als wachen und kritischen Beobachter des Zeitgeschehens erleben durfte.
Gottlob stimmen andere Dinge hoffnungsvoller. Die Frage, wie mit der Schuldenkrise richtig umzugehen ist, hat neue und unerwartete Lager entstehen lassen. Wer hätte je gedacht, Herrn Ernst (Die Linke) einmal Seite an Seite mit Herrn Bosbach (CDU) und Herrn Schäffler (FDP) gegen den kollektiven Wahnsinn streiten zu sehen. Egal, welcher Partei man nun näher steht - das Verhalten dieser Männer verdient Respekt und sollte Schule machen.
Bis sich andere Herrschaften - jawohl, Herr Prantl, auch Sie könnten gemeint sein - von ihren ideologischen Scheuklappen frei machen und ihrer Verantwortung für die Menschen in diesem Land stellen, gibt es ansonsten - welche Ironie! - nur Fürsprache aus dem Ausland. Etwa von Richard Sulík, dem Chef der liberale Partei „Sloboda a Solidarita“, der den Euro-Rettungsschirm im slowakischen Parlament ablehnen will. In der FAZ ist unter der Überschrift „Es ist pervers, hier von Solidarität zu sprechen“ ein Interview mit ihm erschienen, das ich allen sehr empfehlen kann.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=10675
Also, Blaulicht ....
Über die "Elite" im Bundestag lohnt sich nicht. Wie weiter? EZB ( aka Feds-Handlanger ), dürfen weiter plündern weil Persil-Schein von den Wechgetretenen erstellt ... Leibeigentum demnächst ?
Holländer wollen einen Tsaren der die Steuer EU-weit regelt, und nach Bedarf die Länder aus der €u-Zone rausschmessen kann ....
Irrenhaus. Nu, so kann man definitiv nicht leben . Egal wie, aber es bricht.
Eindeutig ist doch, dass unsere Regierung gegen Artikel 125 AEUV verstoßen hat: "(1) Die Union haftet nicht für die Verbindlichkeiten der Zentralregierungen, der regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften oder anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften, sonstiger Einrichtungen des öffentlichen Rechts oder öffentlicher Unternehmen von Mitgliedstaaten und tritt nicht für derartige Verbindlichkeiten ein..."
Unser BverfG hat der Regierung mal schnell einen Spielraum von 170 Mrd. Euro Verschuldungspotenzial zugebilligt - OHNE das Parlament vorher fragen zu müssen. Erst für weitere Erhöhungen des Rettungsschirms muss das Parlament wieder befragt werden. Das ist imho Hochverrat am deutschen Volk und am Eigentum des deutschen Volkes!
Es wurde angesichts solcher Überschriften bereits gefragt, wo die deutsche Presse eigentlich bleibt. Nun, sie sitzt brav zuhause, beschäftigt sich mit Haarspaltereien, und warte, bis die Geheimpolizei kommt.
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Stiftung Wa(h)rentest:
... die knicken ... ( 5 )
Alles wird gut.
Frage: Triggen nun irgendwelche CDS an? Ausfall ist da ....
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