Unilever verkauft Traditionsmarke Bifi wird amerikanisch

Bifi

In den Siebzigern wurde die Firma auch durch den Slogan "Kraft durch Fleisch" bekannt. Nun verkauft der Großkonzern Unilever Bifi an eine US-Firma, die Trockenfleisch in Tüten herstellt.

Eine der bekanntesten Marken in Deutschland wird verkauft. Der britisch-niederländische Konzern Unilever gibt den Salami-Snack Bifi an die US-amerikanische Firma Jack Link's ab. Die Sparte, zu der Bifi gehört, wechselt für eine nicht genannte Summe den Besitzer, teilt Unilever mit.

Firmenschef Jan Zijderveld nannte als Grund, der Konzern müsse sein "Portfolio anpassen". Unilever besitzt unter anderem Lebensmittelmarken wie Knorr, Langnese oder Pfanni, aber auch Hygieneprodukte wie den Reiniger Domestos.

Aktuell gibt es 15 verschiedene Bifi-Produkte, 65 Millionen werden pro Jahr verkauft. Auch die Produktionsstätte im mittelfränkischen Ansbach wird veräußert. Dort produziert die Firma Schafft, die mittlerweile zu Unilever gehört, seit 1972 Bifi.

In der Anfangsphase wurde die Mini-Salami vor allem durch Fernsehwerbung bekannt. Frühe Slogans waren "Bifi muss mit" oder "Kraft durch Fleisch".

In den USA ist Beef Jerky ein bekannter Fleischsnack: gewürztes, getrocknetes Fleisch, das aus Plastiktüten gegessen wird wie Chips. Ein "unvergessliches Kauerlebnis", behauptet Jack Link's, der neue Bifi-Besitzer. Das Unternehmen aus Wisconsin dominiert den amerikanischen Markt für Beef Jerky.