Zum zweiten Mal in diesem Jahr steigen die Kaffeepreise. Tchibo hat am Montag den Anfang gemacht; andere Röster wollen folgen. Der Grund sind vor allem die unaufhörlich steigenden Preise für den Rohkaffee.
Die Zeit vor Feiertagen gilt in der Kaffeebranche eigentlich als eher schlechte Zeit für Preiserhöhungen.
Vor allem der gestiegene Preis der Bohnen macht den Kaffee im Supermarkt teurer. (© Foto: AP)
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Dennoch hat der Marktführer Tchibo am Montag, nur zwei Wochen vor Pfingsten, die Preise angehoben. Auch der Bremer Röster Jacobs und die Melitta-Gruppe aus Minden werden die Preise erhöhen.
Tchibo-Kaffee wird um durchschnittlich 50 Cent je Pfund teurer. Der Hamburger Kaffeeröster hatte schon im Februar seinen Kaffee um 70 Cent je Pfund verteuert.
Teurer Arabica-Kaffee
Den neuen Schritt begründete die Firma mit der Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten. Vor allem der Preis für Arabica-Kaffee, der in Deutschland bevorzugt verwendeten Sorte, habe sich im vergangenen Jahr verdoppelt und sei in den ersten Monaten 2005 weiter gestiegen.
Nach dem Februar, als die Verbraucherpreise von nahezu allen Röstern erhöht worden waren, habe sich die Situation nicht, wie erwartet, entspannt.
Gravierend seien auch die hohen Preise für Rohöl, die die Kosten für Transport, Produktion und Herstellung von Kaffee-Verpackungen zusätzlich in die Höhe trieben.
Schrumpfender Markt
Der deutsche Röstkaffeemarkt steht seit einigen Jahren unter erheblichem Druck. Der Markt schrumpft, die Deutschen trinken immer weniger Kaffee: Im vergangenen Jahr ist der Verbrauch pro Haushalt von 10,5 auf 10,4 Kilogramm gesunken.
Rein rechnerisch trinkt jeder Deutsche drei bis vier Tassen täglich. Seit Jahren sinken die Verbraucherpreise; gleichzeitig steigen die Preise für die grünen Bohnen.
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