VW-Markenchef Wolfgang Bernhard will offenbar am Donnerstag seinen Rücktritt erklären - das Stühlerücken beim Wolfsburger Autobauer ginge munter weiter.
Wolfgang Bernhard, der Markenchef von Volkswagen, steht offenbar unmittelbar vor seinem Rücktritt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat der Manager, der von DaimlerChrysler als Sanierer zu VW kam, keinen Rückhalt mehr beim VW-Großaktionär Porsche.
Wolfgang Bernhard (© Foto: ddp)
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Der Sportwagenbauer hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass er seinen Anteil an VW von 27,4 auf 29,9 Prozent erhöhen wolle. Auch der Aufsichtsratsvorsitzende von VW, Ferdinand Piëch, ist mit Bernhard unzufrieden.
Bernhard selbst hatte vor Monaten im kleinen Kreis angekündigt, VW zu verlassen, wenn Audi-Chef Martin Winterkorn als Nachfolger von Bernd Pischetsrieder zum VW-Konzernchef werden sollte. Die Entscheidung für Winterkorn fiel in der vergangenen Woche, nachdem Pischetsrieder vom Aufsichtsratspräsidium zum Ausscheiden gedrängt worden war. Piëch hatte Pischetsrieder selbst berufen, sich aber mit ihm überworfen.
Beobachter hatten einen Abgang von Bernhard, der als maßgebliche Kraft mitten in der VW-Sanierung steckt, eher für unwahrscheinlich gehalten. "Das würde VW bei der Sanierung drei Jahre zurückwerfen", sagte der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer der dpa am Abend.
"Bernhard war auf dem besten Wege, die großen Brocken bei VW Stück für Stück zu lösen." Winterkorn hingegen habe mit Sanierungen bisher keine Erfahrung. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das für VW nur Nachteile hätte", sagte Dudenhöffer.
(dpa/bü)
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