Übernahme Nike schnürt die "Chucks"

Mit dem Retro-Look kam für die amerikanische Sportschuhfirma Converse der Erfolg zurück. Nun will der große Konkurrent Nike den Hersteller der "Chuck Taylor" kaufen.

Dies hat Nike am Mittwoch bekannt gegeben. Der weltgrößte Sportschuhhersteller will Converse Inc. für 305 Millionen Dollar (269 Mio Euro) kaufen. Nike wird auch bestimmte interne Kapitalverpflichtungen von Converse übernehmen.

Die 1908 gegründete traditionsreiche Sportschuhfirma Converse hat nach einem Insolvenzverfahren mit seinen derzeit sehr gefragten Sportschuhen im Retro-Look in den vergangenen zwei Jahren ein erstaunliches Comeback erlebt. Das in North Andover (Massachusetts) ansässige Unternehmen hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 205 Millionen Dollar.

"All Stars" als Erfolgsmodell

Die Gesellschaft hat mit legendären Sportschuhen wie "Chuck Taylor All Star" oder "One Star" Furore gemacht. Das Unternehmen hat auch 42 Lizenznehmer in mehr als 100 Ländern. Der Großhandels-Umsatz aller unter dem Converse-Markennamen weltweit verkauften Produkte betrug 2002 insgesamt 390 Millionen Dollar.

Nike setzt mit High-Tech-Sportschuhen und Bekleidung jährlich 10,7 Milliarden Dollar um. Nike, Reebock und andere erfolgreiche Sportschuhanbieter hatten Converse in den achtziger und neunziger Jahren so starke Konkurrenz gemacht, dass die Gesellschaft schließlich beim Insolvenzrichter landete.

Converse-Chef Jack Boys verwies darauf, dass man die Converse-Marke in den vergangenen zwei Jahren wieder aufgebaut und belebt habe. Er will mit Converse weiter expandieren.

"Converse ist mit einer großartigen und langen Erfolgsgeschichte eine der stärksten Schuhmarken", betonte Tom Clarke, der für neue Geschäfte zuständige Nike-Präsident.