Wiedergeburt einer Legende: Die neuen indischen Eigentümer des Traditions-Autobauers Jaguar erwägen offenbar, die Marke "Daimler" wiederzubeleben.

Dies habe der Chef des Tata-Firmenimperiums, Ratan Tata, vor Investoren gesagt, berichtet die Londoner Times. Den Überlegungen zufolge könne das Auto im Luxussegment gegen Konkurrenten wie Rolls-Royce oder Bentley antreten. Verwirrenderweise wäre das Auto dann ein "Daimler", der nicht von der Daimler AG kommt, wie der Mercedes-Benz-Hersteller nach der Trennung von der US-Tochter Chrysler heißt.

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Jaguar war über Umwege an den Markennamen "Daimler" gelangt: Konstrukteur Gottlieb Daimler hatte im 19. Jahrhundert seinen Motor nach Großbritannien lizenziert. Während er seine eigenen Wagen unter dem Namen Mercedes beziehungsweise Mercedes-Benz verkaufte, nannte sein britischer Geschäftspartner seine Fahrzeuge Daimler.

Später übernahm Jaguar die Daimler Motor Company; Jaguar wiederum wurde von dem US-Konzern Ford gekauft und zuletzt an Tata abgegeben.

Im vergangenen Herbst hatte es geheißen, DaimlerChrysler habe für die Umbenennung in Daimler AG Ford die Rechte am Markennamen "Daimler" abgekauft. Man habe dafür 20 Millionen Dollar bezahlt, sagte damals Konzernchef Dieter Zetsche.

Ein Jaguar-Sprecher sagte der Zeitung nun, der Vertrag erlaube es beiden Unternehmen, den Markennamen für Produkte zu nutzen. Einem Tata-Sprecher zufolge sei es aber noch zu früh zu sagen, ob die Marke "Daimler" tatsächlich wieder zum Einsatz kommt.

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(sueddeutsche.de/dpa/mel/hgn)