Twitter Automatisierte Konten werden verboten

Der Kurznachrichtendienst will verstärkt gegen den Missbrauch durch automatisierte Nutzeraccounts vorgehen. Identische Nachrichten von verschiedenen Accounts dürfen nicht mehr gepostet werden.

Twitter will verstärkt gegen den Missbrauch durch automatisierte Konten vorgehen. Der US-Kurznachrichtendienst will es seinen Nutzern nicht mehr erlauben, identische Nachrichten von verschiedenen Accounts zu posten. Nutzer dürften zudem keine Software mehr verwenden, mit der Aktionen wie Likes oder Retweets von mehreren Konten ausgeführt werden können. "Diese Änderungen sind ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass wir böswilligen Aktivitäten, die auf die wichtigen Twitter-Gespräche - einschließlich der Wahlen in den USA und auf der ganzen Welt - abzielen, einen Schritt voraus sind", sagte Twitter-Manager Yoel Roth. Das Senden identischer Nachrichten über mehrere Accounts oder das gleichzeitige Retweeten oder Liken von mehreren Accounts kann Themen zu einem Eintrag in die Twitter-Trendliste verhelfen und einen falschen Eindruck davon vermitteln, wie weit verbreitet sie tatsächlich sind.

Das Unternehmen steht in der Kritik, nicht streng genug gegen Missbrauch vorzugehen. So erlaubte Twitter anonyme Nutzerkonten und den Einsatz von Bots, die automatisch Botschaften absetzen. Twitter gibt seinen Nutzern bis zum 23. März Zeit, bevor es Accounts sperren will. Eine Ausnahme wird für Bots mit großem Interesse wie für Erdbebenwarnungen gemacht. Twitter will zudem gegen gefälschte Accounts vorgehen, mit denen Nutzer eine hohe Follower-Zahl vortäuschen.