Störrische Fußmatten und streikende Gas- und Bremspedale: Bei Toyota läuft derzeit alles schief. Alles halb so schlimm, denken sich die Japaner - und heben das Jahresziel an.

Der Rückruf von Millionen Toyota-Fahrzeugen wegen technischer Probleme kostet den japanischen Autohersteller eigenen Angaben zufolge einen Milliardenbetrag. Die erwarteten Kosten für die Pannenserie gab Toyota mit bis zu 180 Milliarden Yen (rund 1,4 Milliarden Euro) an.

Toyota-Autofabrik, Foto: APN

Millionen von Toyota-Fahrzeugen muss der Autokonzern wegen technischer Mängel zurückrufen. Die Japaner sind sich dennoch sicher: Am Ende des Jahres wird sich die Bilanz sehen lassen können. (© Foto: APN)

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Die Summe setze sich aus Reparaturkosten bei den betroffenen Wagen sowie aus Verkaufsausfällen zusammen. Toyota hat seit dem Herbst mit verschiedenen technischen Problemen in seinen Autos zu kämpfen, im Januar verschärfte sich die Lage nochmals.

Zu Jahresbeginn kündigte der japanische Autokonzern den Rückruf von weltweit knapp 4,63 Millionen Fahrzeugen wegen eines Defekts bei Gaspedalen an. Es bestand die Gefahr, dass die Pedale nicht mehr oder nur langsam in die Ausgangsposition zurückkehren.

Weitere 5,3 Millionen Autos rief Toyota seit Herbst zurück, weil sich die Fußmatten mit dem Gaspedal verhaken konnten. Davon wurden 1,1 Millionen im Januar in die Werkstätten gerufen. Am Mittwoch gab Toyota zudem ein Problem mit den Bremspedalen beim Vorzeigemodell Prius bekannt, dessen Umfang aber noch unbekannt ist.

Toyota hat im letzten Quartal des vergangenen Jahres einen Nettogewinn von 153,2 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Im Vorjahreszeitraum verbuchte Toyota einen Verlust von 164,7 Milliarden Yen.

Trotz der gegenwärtigen Rückrufserie und des daraus resultierenden Imageschadens rechnet der weltgrößte Automobilkonzern für das bis März laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 80 Milliarden Yen. In einer früheren Prognose war man noch von einem Verlust von 200 Milliarden Yen ausgegangen.

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(sueddeutsche.de/AFP/dpa/jcb/tob)