Die Wirtschaft ist im Abschwung - für den Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sind die Konjunkturdaten für die Lage am Arbeitsmarkt aber "nicht entscheidend" - kein Grund zur Panik.

Die Zahl der Arbeitslosen wird der Bundesagentur für Arbeit zufolge 2009 auch bei einem Konjunkturabschwung weiter sinken.

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Nahezu wortgleiche Äußerungen wie im vergangenen Jahr: BA-Chef Frank-Jürgen Weise. (Archivbild von 2007) (© Foto: dpa)

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Zwar lasse die Dynamik auch am Arbeitsmarkt nach, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise der Financial Times Deutschland. "Wir rechnen aber trotzdem für 2009 noch mit leicht besseren Zahlen als in diesem Jahr." Nahezu wortgleich hatte sich Weise bereits Ende Juli bei Vorlage der jüngsten Arbeitsmarktdaten geäußert.

Eine Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung von derzeit 3,3 auf dann 3,0 Prozent sei deswegen "rechnerisch möglich", sagte Weise der Zeitung. Allerdings wäre das "vor dem Hintergrund der Warnsignale aus der Wirtschaft mit Risiken verbunden", erklärte der BA-Chef.

Von dem leichten Schrumpfen des Bruttoinlandsproduktes im zweiten Quartal 2008 zeigte sich Weise unbeeindruckt. "Die Zahlen beobachten wir genau, sie sind aber für den Arbeitsmarkt im Moment nicht entscheidend", sagte er der FTD. Wichtig für den Arbeitsmarkt sei unter anderem, dass aus demographischen Gründen ohnehin weniger Arbeitskräfte auf den Markt sind. Zudem hätten die Firmen im letzten Abschwung reichlich rationalisiert, der Spielraum für Personalabbau ist kleiner geworden.

Auch das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) geht trotz der aktuellen Konjunkturschwäche davon aus, dass sich Lage am Arbeitsmarkt weiter günstig entwickeln wird. Konjunkturchef Udo Ludwig ging im Gespräch mit der Berliner Zeitung davon aus, dass die Konjunktur Anfang kommenden Jahres wieder etwas anziehen werde. Das IWH erwartet demnach, dass die Zahl der Arbeitslosen 2009 um 100 000 auf 3,14 Millionen im Jahresdurchschnitt sinkt. Die Zahl der Beschäftigten werde dagegen noch einmal leicht auf fast 40,3 Millionen steigen.

Die übliche Sommerflaute ließ die Arbeitslosenzahl im Juli um 50.000 auf 3,21 Millionen steigen. Dies sind aber 505.000 weniger als im Juli 2007. Weise hatte bei Vorlage dieser Zahlen Ende Juli erklärt, es könnte im Herbst erstmals seit 16 Jahren wieder weniger als drei Millionen Arbeitslose geben.

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(Reuters/cag)