Die EU wird den Bau des Transrapids entgegen den Plänen von Ministerpräsident Edmund Stoiber wohl nicht mit 50 Millionen Euro unterstützen.

Es sei "nicht realistisch, dass hier eine Finanzierungslücke von 50 Millionen Euro gefüllt werden könnte", sagte EU-Kommissionssprecher Jens Mester am Dienstag in Brüssel.

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Zwar wäre ein Zuschuss aus dem so genannten "Ten-T-Programm" für transeuropäische Netze denkbar, da der Transrapid aber "wie bekannt nicht grenzüberschreitend" verkehren solle, sei er für die EU kein Projekt mit Priorität. Für nicht-prioritäre Projekte stünden jedes Jahr nur 100 bis 150 Millionen Euro für alle 27 EU-Staaten zusammen zur Verfügung, sagte Mester.

Ein Zuschuss von 50 Millionen Euro allein für den Transrapid sei daher nicht vorstellbar. Mitarbeiter von Verkehrskommissar Jacques Barrot verwiesen auf eine Erklärung des Franzosen vom August. Barrot hatte damals gesagt: "Ich betrachte es als unwahrscheinlich, dass die EU das Transrapid-Projekt aus dem Budget für transeuropäische Netze finanzieren wird."

Der scheidende bayerische Ministerpräsident Stoiber hatte sich dagegen hoffnungsvoll über EU-Hilfen im Umfang von 50 Millionen Euro geäußert. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihm vergangenen Freitag zugesagt, die Zuschüsse mit der "großen Autorität" Deutschlands bei der EU einzufordern.

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(sueddeutsche.de/AP/AFP)