Fatale Folgen: Weil der langjährige Transnet-Chef Hansen die eigenen Mitglieder "verriet", laufen der Gewerkschaft die Mitglieder in Scharen davon.
Der Transnet droht nach dem Seitenwechsel ihres früheren Vorsitzenden Norbert Hansen zur Deutschen Bahn ein Mitgliederschwund.
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Norbert Hansen - von der Transnet zur Bahn. (© Foto: AP)
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"Etwa 1.000 Leute haben angekündigt, aus diesem Grund auszutreten", sagte der neue Transnet-Vorsitzende Lothar Krauß dem Hamburger Abendblatt. "Wir sind mit diesen Mitgliedern in der Diskussion." Er habe die Hoffnung, "dass man erkennt, dass Transnet nicht aus einer einzigen Person besteht, sondern die Gewerkschaft mit vielen Leuten arbeitet, die ihr Amt vernünftig ausfüllen", sagte Krauß.
"Und dann wird man vielleicht auch einsehen, dass ein Austritt die Solidargemeinschaft schwächen würde." Transnet hat rund 240.000 Mitglieder.
Hansen war vor wenigen Wochen überraschend von der Gewerkschaft Transnet als Personalvorstand zur Bahn gewechselt. Seine Entscheidung hatte nicht nur bei Gewerkschaftsvertretern massive Kritik hervorgerufen.
(sueddeutsche.de/AP/mel)
...nur die allerdü.mmste Kälber...
Wozu soll jemand in einer "Gewerkschaft" organisiert sein, die es nicht einmal im Kreuz hat, ihren ehemaligen Chefkuschler nach dem Seitenwechsel loszuwerden?
Die richtige Haltung nach dem allfälligen Rausschmiss wäre wohl eher, künftig auf alle mit dem Personalvorstand Hansen zu verhandelnden Positionen eineinhalb Hansenprozente draufzulegen, respektive drei Hansenstunden pro Woche abzuziehen, schliesslich kennt man sich.
F20
Es hat in der SPD immer biedere Kleingeister gegeben, die alles getan haben, um von den herrschenden Kräften akzeptiert zu werden, man denke an Ebert, an Noske... haben billigst ihre Wähler, ihre Parteimitglieder und sich selbst verkauft, um ein Linsengericht und um nicht "vaterlandslos" zu erscheinen.
"... der neue Transnet-Vorsitzende Lothar Krauß dem Hamburger Abendblatt. 'Wir sind mit diesen Mitgliedern in der Diskussion.' Er habe die Hoffnung, 'dass man erkennt, dass Transnet nicht aus einer einzigen Person besteht, sondern die Gewerkschaft mit vielen Leuten arbeitet, die ihr Amt vernünftig ausfüllen', sagte Krauß."
Da mag Herr Kraus ja Recht haben, einzig interessant ist, wie es sein kann, dass eine Figur wie Hansen an der Spitze einer Bahngewerkschaft landen konnte. Hansen ist also kein Einzeltäter. Er wurde und wird von einem Umfeld getragen. Er weiss sich zudem einig mit der SPD-Sitze (den Parteienspitzen der herrschenden Koalition) , die nichts und niemanden mehr repräsentiert/ repräsentieren außer sich selbst.
Geht man noch weiter und dringt in den korrupten Sumpf des herrschenden politischen Regimes ein, so sieht mann, dass die geistige Verwahrlosung der politischen Klasse struktureller Natur ist. Es interessiert sie einen Dreck, was die Bevölkerung will.
Den Gewerkschaften und politischen Parteien laufen die Menschen deshalb weg, weil sie zumindest schemenhaft erkennen, dass diese Organisationen in ihren Spitzen Oligarchiecharakter haben.
Gewerkschaften, Parteien, Wirtschaftsunternehmen, Kirchen, Verwaltungen etc. sind demokratiefreie Zonen. Sie wollen die Menschen beherrschen.
Das ist ja schon eine Art absurdes Theater, was man dort spielt.
Was erfahren wir? Die Gewerkschaft Transnet kann sich nicht dazu durchringen, den Verräter Hansen auszuschließen.
Und nun steht sie mit den Mitgliedern, die dies sinkende Schiff verlassen wollen, "in Verhandlung". Was wollen sie anbieten? Ähnliche "Beförderungen", wie sie Hansen genießen konnte?
Das heißt doch: die Gewerkschaft selbst hat das System Hansen und seine Denkungsart längst inkorporiert. Da ist Hopfen und Malz verloren.
Wenn der DGB sich etwas Gutes tun wollte, müsste er Transnet ausschließen.
Aber der Geist, diese "Judas-Mentalität" ist keine Spezialität von Transnet, sondern auch andernwärts bei unsern "Arbeitnehmervertretern" verbreitet.
Das hat systemischen Charakter. Man hat nie gelernt "den eigenen Stall sauber zu halten" von dieser schleichenden, inzwischen weit fortgeschrittenen Korruption, die die Gewerkschaften zerfressen und weitgehend wertlos, wenn nicht für die von ihnen Vertretenen schädlich hat werden lassen.
Wer verstehen will, warum die Bahn privatisiert werden soll (die deutsche Bevölkerung ist mit großer Mehrheit gegen die Privatisierung) muß fragen, wer daran verdient.
In dieser Logik holt sich Herr Hansen jetzt seinen Lohn bei Herrn Mehdorn ab (Drehtüreffekt). Er hat -genauso wie die SPD durch Nichtbefragung ihrer Mitglieder- seine gutgläubigen (?) Gewerkschaftskollegen einfach ausgetrickst.
Nur unsere Presse - die ja früher mal der Aufklärung gedient hat- setzt Sachverhalte in Anführungszeichen, die einfach nicht wegzudiskutieren sind. Dies ist das Ergebnis einer Pressekonzentration, wo wenige Verleger und Journalisten sich gemein machen mit den Interessensvertretern (z.B. der INSM, Bertelsmann-Stiftung, (Energie/Atom-Lobby usw.). Hier wächst mit Journalismus und PR zusammen was scheinbar zusammen gehört.
Darum sind viileicht Spiegel-, SZ-Journalisten (usw.) jetzt überrascht über solche Vorgänge; Leser des Bloggs NACHDENKSEITEN z.B. nicht.
Paging