In der Arbeitswelt wimmelt es vor Thesen - die meist aber falsch sind. Eine Kostprobe von Annahmen, die Wissenschaftler im Jahr 2009 widerlegt haben.
Die Arbeitswelt ist ein beliebtes Forschungsobjekt. Auch im auslaufenden Jahr haben kluge Köpfe wieder Recherchen unternommen, wie es sich wirklich verhält mit den Zusammenhängen zwischen Einkommen und Erfolg oder zwischen Arbeitseinsatz und Belohnung. Zu vielem gibt es gängige Annahmen - die häufig falsch sind. Es folgt eine Kostprobe von Irrtümern, und was Wissenschaftler 2009 dazu gesagt haben.
Erzieherin im Hort - wenig Geld für viel Arbeit. (© Foto: AP)
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Wer viel verdient, leistet viel
Die Berufe von Erziehern und Werbeexperten sind schwer zu vergleichen. Ihr Alltag ist so unterschiedlich wie ihre Gehaltszettel. Werbeprofis verdienen deutlich mehr und zahlen mehr Steuern. Dennoch kosten sie die Gesellschaft mehr als sie ihr bringen, wie die britische Organisation nef (New Economics Foundation) ausgerechnet hat, deren Wissenschaftler sich mit dem Thema nachhaltiges Wirtschaften auseinandersetzen. Sie verursachten mehr Konsum, was die Umwelt belaste, und lösen auch unerfüllbare Wünsche und damit Stress aus.
Die nef-Forscher haben in ihrer Studie versucht, dem Gehalt eines Berufs seinen Beitrag zum Gemeinwohl gegenüberzustellen. Erzieher bringen der Gesellschaft mit jedem Pfund, das sie verdienen, das Siebenfache, wenn man die Verdienstmöglichkeiten der Eltern und ihre Förderung der Kinder berücksichtigt. Auch Putzkräfte in Krankenhäusern und Müllarbeiter leisten ein Vielfaches ihres Gehalts. Teuer kommen die Gesellschaft dagegen hochbezahlte Berufe wie Investmentbanker und Steuerberater.
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Unnütze Hygienemaßnahmen
Richtig (und bedauerlich) ist, dass Frauen für gleiche Arbeit oft weniger Lohn erhalten als Männer.
Allerdings auch richtig ist, dass sie durch ihre höhere Lebenserwartung einen nicht unerheblichen Teil davon in Form von Rente wieder zurückbekommen.
Arbeit an sich ist ja kaum noch was wert, und "Frauenarbeit" war bei uns "traditionell" leider schon seit je her immer schlechter bezahlt als "Männerarbeit" (in den meisten Branchen)
Das kann nur politisch so gewollt sein, denn nachvollziehbare Gründe gibt es für diese Ungleichbehadlung ja definitiv nicht.
müsste lt. Statistik ein anderer Praktikant 1200 Euro bekommen haben. Der/Die möge sich bitte bei mir melden.
Ansonsten trete ich die Studie von Andreas Sarcletti am Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung in die Mülltonne.