Ja, die neue Gebührenordnung für Zahnärzte führt zu steigenden Kosten für die Patienten. Doch die Schreckenszahlen der privaten Kassen sind alarmistisch und zu hoch. Ihnen geht es nur um die Umsetzung einer alten Forderung.
Die Gebührenordnung, nach der Zahnärzte private Behandlungen abrechnen, ist alt - so alt, dass nicht einmal Standardleistungen wie Kunststofffüllungen darin aufgeführt sind. Diese gab es vor 23 Jahren, als die Gebührenordnung aufgestellt wurde, schlicht noch nicht. Das zeigt, wie überfällig die Reform war. Seit Jahren wurde sie verschleppt und verhindert - denn klar war immer: Sie würde teuer. Ganze 20 Prozent Mehrkosten wird sie verursachen, wollen die privaten Krankenversicherungen nun errechnet haben. Ihr Aufschrei war erwartbar.
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Die Kosten für Zahnarzt-Behandlungen steigen. (© ddp)
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Die privaten Kassen müssen die Hauptlast der neuen Gebühren tragen; gesetzlich Versicherte bekommen Verteuerungen nur zu spüren, wenn sie Zusatzleistungen in Anspruch nehmen, für die ihre Kasse nicht zahlt - etwa Kunststoff- statt Amalgamfüllungen. Somit werden auch sie unter höheren Kosten leiden, mahnen die privaten Kassen.
Diese Warnung dürfte weniger an einer neuen Sorge um das Wohl gesetzlich Versicherter liegen als an einem durchschaubaren Manöver: Schon lange wollen die privaten Kassen neue Modelle für die Entlohnung von Zahnärzten durchsetzen. Nun können sie den Druck erhöhen.
Konkret kämpfen die Privaten darum, mit Zahnärzten individuelle Preise - und damit auch Preisobergrenzen - aushandeln zu dürfen. Diese Forderung haben sie auch umgehend in der Debatte um mögliche Mehrausgaben ins Spiel gebracht. Sie entspringt dem legitimen Wunsch nach Einsparungen. Sie relativiert aber auch die drastische Prognose von 20 Prozent Mehrkosten. Das Gesundheitsministerium geht von sechs Prozent aus. Eine ehrliche Schätzung dürfte in der Mitte liegen - also weit unter der alarmistischen Rechnung der Kassen.
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(SZ vom 15.06.2011/aum)
eigentlich hatte ich mich hier angemeldet, um zur Versachlichung
der Diskussion beitragen zu können,
allerdings ist hier bei einigen wirklich Hopfen und Malz verloren.
@Leser2:
Der Wert einer Kunststoffüllung ergibt sich nicht nur über die
Materialkosten, sondern im wesentlichen durch den Arbeitsaufwand.
Eine Kunststofffüllung kostet im Schnitt 40-80 Euro mehr für den Patienten. Ihre Rechnung mit 1500-2500 Euro ist nicht nur barer Unfug, sondern mir eine Meldung an die Redaktion Wert.
Abgesehen davon ist der reine Materialwert natürlich nur ein
Bruchteil der Gesamtkosten.
Und bitte, das sind Durschnittwerte. In Einzelfällen kann es auch
mehr werden, das hängt dann vom Aufwand ab und ist nicht die Regel.
Im Bereich Nordrhein, für den ich sprechen kann,
arbeitet die Durschnittspraxis mit einem Kostenaufkommen,
das etwa 70% der Einnahmen, also dessen, was der Zahnarzt kostet,
ausmacht. Verlangt er also für eine Leistung 100 Euro, zahlt er
davon erst einmal 70 Euro laufende Kosten. die 30 Euro sind
dann Bruttolohn, was das für einen Selbständigen heisst,
mögen Verständige sich überlegen. Hiervon muss natürlich
auch eine Praxiskredit bezahlt werden.
Das sind Fakten, die sie gerne bei der KZV anfordern können.
Man glaubt als Laie gar nicht, auf welch komplexes Regelwerk
Zahnärzte mittlerweile treffen, um eine Praxis überhaupt betreiben zu können. Diese Regelwerke (Stichwort: Medizinproduktegesetz)
verursachen zum Teil erhebliche Mehrkosten.
Die Rechnung zahlt, wieder einmal, der Patient.
Ich könnte zu so vielen Themen, die in dieser Diskussion aufkommen, eine Menge schreiben, aber ich belasse es dabei.
Nur eins mit Blick auf die allgemeine Kostenentwicklung:
Mir ist vor kurzem die Toilette übergelaufen.
Ich musste einen Rohrreinigungsdienst hinzuziehen.
15 Minuten Arbeit, 100 Euro cash. Klingelt da was?
In ein paar Jahren wird man wieder erkennen können, wer in diesem Land Geld hat und wer nicht. Und das alles mit einem Blick ins Gesicht. Ganz wie in alten Zeiten...
was soll die hysterie: es gibt auch sozial-gebisse aus schweine- oder kuh-zähnen.
sind die beiden den heutigen deutschen Besitzstandsfeudalstaat tragenden Säulen, die zur wirtschaftlichen, finanziellen und kaderfunktionären Sicherung des real-existierenden Kleingruppenprivilegienstaates nach der Philosophie der Gruppen Kohl-Genscher, Schröder-Fischer und der nachfolgenden Merkel-Koalitionen entworfen, entwickelt und heute als systemisches Faktum etabliert sind.
Mag sich jeder in unserem Lande auch noch so viel und noch so lange selbst Sand in die Augen sträuen und versuchen, mit der Politik der 3 Affen vor der Einsicht in den sich immer rasanter nähernden Bankrott unserer Gesamtgesellschaft drücken. Es bleibt bei der "Ansprache an Millionäre", die Erich Kästner Ende der 1920er Jahre in Gedichtform verfasst hat. http://www.politik.de/forum/wirtschaft/39135-ein.html#post844261
Und da man im Himmel ja keinen Zahnersatz braucht, brauchen wir uns also auch um die Zahngesundheit unserer ehemaligen Besitzstandselite keine Sorgen machen.
Sei wir doch mal ehrlich, was kostet den so eine Kunststofffüllung?
0,20, oder doch 0,50 Cent? Für so einen Scheiß 1500- 2500 Euro zu berechnen ist Betrug. So eine Spanne hat nicht mal Kokain.
Das muss man sich mal überlegen Kunststoff und Keramik ist bei Zahnärzten schon teurer als Goldfüllungen.
Alles Mafia
Paging