Die Telekom legt ihre Callcenter zusammen, doch das bringt wenig. Denn der Service wird deshalb nicht besser - und die Mitarbeiter auch nicht produktiver.
Der Handlungsauftrag für die Telekom-Manager um René Obermann ist klar. Sie sollen den Konzern profitabler machen, darauf drängen die Eigentümer. Deswegen hat der Bund als größter Aktionär Aktien an den amerikanischen Finanzinvestor Blackstone verkauft. Für die Konzernführung ist es schwer, die Aktionärserwartungen zu erfüllen, seit Jahren dümpelte der Kurs vor sich hin. Sicher, Obermanns Team punktet beim Verkauf schneller Internetanschlüsse (DSL); hier hat die Telekom den Konkurrenten im großen Umfang Marktanteile im Neugeschäft abgenommen. Gleichwohl verliert der Bonner Konzern immer noch deutlich mehr Kunden als er gewinnt.
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Die Telekom hat zuviel gespart. (© Foto: dpa)
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Dies liegt an der anhaltenden Abwanderung aus dem klassischen Festnetzgeschäft. Weniger Kunden - dies bedeutet für die Telekom weniger Kundenanfragen. Und damit sinkt die Auslastung der Callcenter. Deswegen hat die Telekom die Zahl der Zentren in den vergangenen Jahren auf 75 fast halbiert.
Geringere Mietkosten
Allerdings hat der Konzern das Sparen übertrieben. Viele Kunden klagen über schlechte Erreichbarkeit oder Fehlinformationen. Und diese Probleme lassen sich keinesfalls durch größere Einheiten erreichen, so wie sie jetzt vom Vorstand geplant sind. Es macht schlicht keinen Unterschied, ob hundert oder tausend Telefonagenten in einem Gebäude sitzen. Weder wird dadurch der Service besser, noch werden die Mitarbeiter produktiver.
Sparen wird die Telekom vor allem Mietkosten. Das könnte sie aber auch anders, etwa indem sie Telearbeitsplätze einrichten würde. Gerade ein Telekommunikationskonzern muss das schaffen. So könnte die Telekom auch die Motivation ihrer Beschäftigten erhöhen, die zuletzt ziemlich gelitten hat.
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(SZ vom 22.08.2008/tob)
Wieder einmal Umstrukturierung. Wieder einmal keine Besserung des mehr als fragwürdigen Services. Und weiter dümpelt die T - Aktie vor sich hin. Sehr geehrte Vorstände: " Aus gehabtem Schaden nichts gelernt". Solange es triviale "Umstrukturierungen" gibt, werden die Ergebnisse auch trivial sein. Wenn man versucht, die Technik in eine eigene Gesellschaft auszulagern um aus den Tarifverträgen herauszukommen und niedrigere Löhne zu bezahlen, kann ich zynischer weise nur gutes Gelingen wünschen und möglichst viele t- Kunden, die vor Verärgerung die Zusammenarbeit mit der Telekom beenden.
Wieder einer, der nix begreift.
Natürlich sind die anderen Telekomanbieter keinen Deut besser.
Aber hat die "Deutsche Telekom" , die dem deutschen Volk von unfähigen Politikern und steuerhinterziehenden Managern geklaut wurde, nicht eine Vorbildfunktion? Welches Gesetz zwingt die Telekom, sich noch weiter vom Kunden zu entfernen als ihre Mitbewerber? Wäre es nicht besser, die Hälfte der Tochterunternehmen mit all den Vorständen und Aufsichtsräten auf den Prüfstand zu stellen? Dort gibt es eine Menge Einsparpotential und diese Geld könnte zur Verbesserung des Services sicherlich dringend gebrauchen. Aber solange "Tomundjerry`s" rumlaufen, haben so Kapitalvernichter wie Obermann und Mehdorn freie Fahrt für die nächste Erhöhung der Gebühren und Fahrpreise.
Zitat:
'Es reicht eben nicht, wenn man alles mit Anglizismen umbenennt, Millionen in gedopte Radfahrer investiert und dümmliche Werbung betreibt. Die beste Werbung wäre ein guter Service gewesen.'
Anglizismen werden Sie bei jedem anderen Telefon-Anbieter genauso vorfinden. Das ist einfach ein Teil userer schönen, modernen Welt.
Die von ihnen angeprangerte dümmliche Werbung ist ein Alleinstellungsmerkmal der T-Com? Oder macht der Wettbewerb 'intelligentere' Werbung? Dann scheine ich diese bislang immer übersehen zu haben.
Zitat:
'Und deshalb bin ich, auch wenn dabei Arbeitsplätze verloren gehen, froh, dass ich mit dieser Firma bald nichts mehr zu tun habe, nachdem es jetzt möglich ist, auch ohne T-com-Festanschluss alle Leistungen der Telekommunikation zu beziehen.'
Glauben Sie mir, wenn bei den Wettbewerbern der T-Com die Renditen nicht mehr stimmen, dann wird auch an der Kostenschraube gedreht. In den meisten Fällen am Personal, somit an der Bezahlung bzw. Anzahl der Mitarbeiter, was sich letzten Endes wieder auf den Service auswirken wird.
Die anderen kochen auch nur mit Wasser. Und versprechen vorher nur das Blaue vom Himmel herunter. Erst nach dem Sie Ihre Unterschrift auf dem Vertragsformular geleistet haben, können Sie überprüfen wieviel von den schönen Sprüchen der Wahrheit entspricht.
Der Service von Arcor ist nicht besser... auf Briefe wird grundsätzlich nicht geantwortet, Kündigungen nicht zur Kenntnis genommen...
'Mieser Service zu billigerem Preis' - so verstehe ich Ihre Aussage.
Beispiel: Ein Freund von mir hat sich aufgrund sagenhafter Versprechungen eines T-Com-Konkurrenten für 24 Monate an den neuen Anbieter gebunden.
Mittlerweile ist er von dem 'tollen' Service dieses Anbieters so frustriert, das er es gar nicht mehr erwarten kann, zur 'schlechten' Telekom zurück zu kehren.
Anderes Beispiel: Unsere Nachbarn wollten einen DSL-Anschluß bei einem T-Com-Wettbewerber abschließen. Nach Aussage des Anbieters muß erstmal eine rund 10-monatige Wartezeit (!) überstanden werden, bevor der T-Com-Anschluß abgeschaltet werden kann. Nennen Sie das besseren Service?
Letztes Beispiel: Ein bekannter 'All-in'-Anbieter kündigte seinen Kunden massenweise DSL-Anschlüsse, weil diese sich 'erdreistet' hatten, ihr Flatrate-Angebot für Telefon und Internet 'zu exzessiv zu nutzen'.
Aber das ist alles 'guter Service' bzw. 'schlechter Service zu einem guten Preis' und die Leute sind bestimmt um ein vielfaches glücklicher, als sie es bei der 'rückständigen T-Com' je waren. Is' klar.
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